Höhere Kosten für Gemeindeforst

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Die Dürre im zu Ende gehenden Jahr belastet den Haushalt der Gemeinde Feldatal. Mit einem Minus von 8200 Euro ist im kommenden Jahr zu rechnen, wie Bürgermeister Leopold Bach bei der Vorlage des Waldwirtschaftsplans in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sagte.

Die Dürre im zu Ende gehenden Jahr belastet den Haushalt der Gemeinde Feldatal. Mit einem Minus von 8200 Euro ist im kommenden Jahr zu rechnen, wie Bürgermeister Leopold Bach bei der Vorlage des Waldwirtschaftsplans in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung sagte.

Der heiße Sommer habe gerade in den Fichtenbeständen zu einer starken Ausbreitung von Borkenkäfern geführt. Dazukommen Pflanzarbeiten, um Waldstücke wieder aufzuforsten. "Dann haben wir aber für einige Jahre Ruhe", beruhigte er die Gemeindevertreter. Der Waldwirtschaftsplan für 2019 wurde einstimmig gebilligt.

Peter Weiß (AUF) regte in der Sitzung eine Überweisung in den Hauptausschuss an, weil sich die landeseigene Gesellschaft Hessen Forst aus dem Verkauf von Holz aus Gemeindewald zurückziehe. Bach verwies darauf, dass dies nur bei Kommunen mit größeren Waldflächen geschieht. Feldatal habe weniger als 100 Hektar Wald, man sei von der Veränderung der landeseigenen Gesellschaft nicht betroffen. Allerdings sind die Vogelsberger Kommunen dabei, zu erkunden, welche Alternativen bei der Vermarktung von Baumstämmen bestehen.

Der Waldwirtschaftsplan 2019 sieht für die 74 Hektar Gemeindewald Ausgaben von fast 16 900 Euro bei Einnahmen von rund 8600 Euro vor. Größter Posten ist die Verjüngung, also das Aufforsten von kahlen Bereichen, mit 9800 Euro. Gatter und Verbissschutz schlagen mit fast 3200 Euro zu Buche.

Bei der Verjüngung setzt der Plan von Hessen Forst auf die Pflege und Ergänzung bestehender Kulturen mit Zielbaumarten. Soweit möglich, werden Nadelbäume gepflanzt. Auf Eschen wird übrigens verzichtet, weil diese Baumart durch das Eschentriebssterben stark bedroht ist. In den Erläuterungen betont Hessen Forst, dass die Jagdpächter besonders auf das Vermeiden von Wildverbiss hingewiesen werden sollen. Dabei geht es um stärkeren Abschuss von Rehwild, um zu vermeiden, dass zu viele junge Bäume abgeknabbert werden.

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