Gewünschte Windkraftflächen "besonders konfliktträchtig"

Feldatal (jol). Ernüchterung in der Feldataler Kommunalpolitik in Sachen Windkraft: Die gewünschten Windkraft-Flächen sind besonders konfliktträchtig.

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeindevertretung erläuterte Bürgermeister Dietmar Schlosser am Donnerstag den nagelneuen Vorentwurf des Teil-Regionalplans "Energie". Demnach sind die Bereiche Eckmannshain/Vogelsberg bei Köddingen und Stumpertenrod wegen Windkraft-sensibler Vögel und wegen der schon bestehenden starken Belastung durch Windkraftanlagen nicht optimal für einen weiteren Windpark. Zur Erinnerung: Genau in diesem Bereich wollte die Gemeinde mit Windkraft-Projektierern einen Windpark mit acht bis 20 Anlagen hinstellen, um selbst vom Windkraft-Boom zu profitieren und aus dem Schuldenloch herauszukommen.

Das wird jetzt schwieriger, deshalb will man erst einmal die Anhörung des Regierungspräsidiums zum Thema abwarten und dann weiterplanen, so Schlosser. Der Planentwurf aus Gießen sieht übrigens auch Windkraftflächen an der Gemarkungsgrenze Windhausen/Ober-Breidenbach vor.

Im Ausschuss wurde noch einmal über die Vertrags-Angebote verschiedener Projektierer diskutiert, so gab es Befürworter der Maximal-Lösung mit über 20 Anlagen und dem Angebot verbilligten Öko-Stroms für die Feldataler. Andere Gemeindevertreter wollen eher mit der Energie-Genossenschaft arbeiten, was größeren Einfluss ermöglicht und mehr Geld in der Gemeinde lässt.

Die geplante Anhebung von Wasser- und Abwassergebühren kommt später. Im Landtag steht die Verabschiedung eines Gesetzes zu den Abgaben an, das soll abgewartet werden, entschied der Ausschuss.

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