Gemeinde will Vogelgutachten für neuen Windpark

Feldatal (jol). Das politische Feldatal legt Wert auf Einnahmen aus Windkraft, wenn die idyllische Landgemeinde schon umzingelt wird von den 140 Meter hohen Energie-Giganten.

Das wurde in der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses der Gemeindevertretung deutlich, in der über eine Stellungnahme zum "Teilregionalplan Energie" Mittelhessen beraten wurde. Zusammen mit Planer Frank Geisler gingen die Kommunalpolitiker die zentralen Aussagen des Planentwurfs durch. Der Teilregionalplan regelt in ganz Mittelhessen die Bereiche, in denen Windenergieanlagen sowie neue Solaranlagen auf Freiflächen errichtet werden dürfen.

Bedeutsam für Feldatal sind die Flächen für Windkraft, die sich bei Zeilbach, zwischen Windhausen und Ober-Breidenbach sowie nahe der B 49 bei Groß-Felda erstrecken. Einhellige Meinung im Ausschuss war, man könne mit den Flächen bei Windhausen und Groß-Felda leben, wenn ein Windpark im Bereich Eckmannshain/Vogelsberg zugelassen wird. Für diesen Bereich gibt es Planungen der Firma MSH (Möschet & Sinner), mit der die Gemeinde einen städtebaulichen Vertrag schließen will. Der Bereich liegt in einem Naturschutzgebiet, weshalb mit einem Vogelgutachten nachgewiesen werden soll, dass keine Gefährdung der Vögel bestehen wird. Planer Geisler soll für die Gemeinde eine Stellungnahme zum Teilregionalplan erstellen. Dabei ist ein Problem, was mit den Anlagen bei Windhausen geschieht. Sie stehen zu nahe am Ort für eine Aufrüstung (Repowering), nach einem größeren Defekt müssen sie stillgelegt werden.

Wie Vorsitzende Monika Becker auf Anfrage weiter mitteilte, hat Bürgermeister Dietmar Schlosser in der Sitzung mitgeteilt, dass der Vertrag zwischen Gemeinde und MSH weiterhin geprüft wird. Ziel bleibe, das die Gemeinde einen fairen Anteil an den Einnahmen aus dem Verkauf von Windstrom erzielt. Mit Skepsis werden große Vorrangflächen für Solaranlagen bei Windhausen und Groß-Felda betrachtet, so Becker. So bemängelte besonders Karl-Friedrich Dörr (CDU), dass wertvolle landwirtschaftliche Flächen zugebaut werden.

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