Gemeinde investiert in Bäume

Feldatal (jol). Das gravierendste Thema kam nicht zur Sprache, sehr zum Leidwesen der Besucher: Die Feldataler Gemeindevertreter verschoben in der jüngsten Sitzung die Debatte um die Abwassersatzung.

Feldatal (jol). Das gravierendste Thema kam nicht zur Sprache, sehr zum Leidwesen der Besucher: Die Feldataler Gemeindevertreter verschoben in der jüngsten Sitzung die Debatte um die Abwassersatzung. Gesucht wird ein Weg, Schellnhausen und die Mühlgasse ans Kanalnetz anzuschließen, ohne die Anlieger mit Beiträgen von bis 20 000 Euro zu belasten. Diese Debatte wird fortgeführt, Ziel ist es, eine Einigung der Parlamentarier zu erzielen. Beschlossen wurde hingegen der Waldwirtschaftsplan, der einen Zuschuss der Gemeinde von 23 400 Euro vorsieht. Formsache war die Wiederwahl für das Ortsgericht. Angesprochen in der Sitzung wurde das Bemühen um das marode Gemeinschaftshaus Zeilbach und die OVAG-Brunnen zur sicheren Wasserversorgung.

Ohne Abstimmung verschob das Gemeindeparlament die Beratung über die Abwassersatzung im Hauptausschuss. Dazu erläuterte Vorsitzender Michael Schneider, dass der Hauptausschuss intensiv über einen Antrag der CDU beraten hat, der den Schaffensbeitrag für Altanwohner von 10,88 Euro/qm auf 3 Euro/qm senken will. Dafür soll die Abwassergebühr um 50 Cent steigen, um den Verbrauch stärker zur Abrechnungsgrundlage zu machen.

Ohne Debatte einstimmig verabschiedet wurde der Waldwirtschaftsplan 2009, der mehrere Aufforstungen beinhaltet. Dafür soll die Gemeinde rund 23400 Euro zuschießen - in Vorjahren kam viel Geld herein, da große Mengen Windwurfholz verkauft wurden. Nun will man die bisherigen Fichtenbestände in Mischwald mit Ahorn, Eichen und Douglasien umwandeln.

Zwei Abstimmungen: Alwin Werth und Karl-Heinz Weber bleiben im Ortsgericht. Die Kindergartensatzung wurde in einem Detail korrigiert.

In der Fragestunde hatte Bürgermeister Ernst-Uwe Offhaus auf eine Bauplanung für das marode Gemeinschaftshaus Zeilbach verwiesen. Architekt Ruhl hat einen Bedarf von 123000 Euro aufgelistet. Die Arbeiten sollen nach und nach erledigt werden. Allerdings könnte unverhoffter Geldsegen aus Berlin für Tempo sorgen: Das Konjunkturpaket bietet Zuschüsse für Umbau von öffentlichen Gebäuden, allerdings sind die Förderbedingungen noch unklar - Offhaus versprach, dranzubleiben. Er will auch beim Amt für Straßenwesen nachfragen, ob eine Delle in der Fahrbahn der neuen Ortsdurchfahrt Windhausen ausgebessert wird, Anwohner haben sich beschwert. In der Beratung ist der Ausbau der "OVAG-Brunnen" bei Groß-Felda für die Wasserversorgung der Gemeinde.

Das ist wichtig, so Offhaus, weil zur Zeit die Wasserversorgung vom Brunnen Windhausen abhängt. Der Vorstand hat wegen "Sieg-Heil"-Rufen und einer Schlägerei mit Rechtsextremen die Polizei eingeschaltet.

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