+
Symbolischer erster Spatenstich oberhalb von Groß-Felda zur Erneuerung des Zubringers zur Bundesstraße 49. (Foto: rs)

Geholper bald beendet

Feldatal-Groß-Felda (rs). Für das Geholper auf der Kreisstraße zwischen Groß-Felda und der B 49 ist das Ende in Sicht: Am Donnerstagnachmittag kam es zum symbolischen ersten Spatenstich am Parkplatz oberhalb des Friedhofes.

Der offizielle Startschuss für die Bauarbeiten erfolgte unter anderem durch den Straßendezernent des Vogelsbergkreises, Heinz Geißel, dem Bürgermeister der Gemeinde Feldatal, Dietmar Schlosser, und Vertretern von Hessen Mobil, dem Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes Hessen, im Beisein eines Vertreters der bauausführenden Spezialfirma. Diese kommt nicht etwa aus der Nähe sondern hat ihren Sitz an der Mosel.

3. Projekt in kurzer Zeit

Die Fahrbahnaufbau der Kreisstraße (K) 125 zwischen Groß-Felda und der Bundesstraße (B) 49 entspricht aus Sicht der Fachleute nicht mehr den Anforderungen des dort vorhandenen Verkehrsaufkommen, so dass bereits zahlreiche Fahrbahnschäden in Form von Netzrissen, Durchbrüchen und Verdrückungen aufgetreten sind. Daher ist es erforderlich die Fahrbahn auf einer Länge von insgesamt rund 2820 Metern zu erneuern. Bei den Sanierungsarbeiten wird der neue Fahrbahnoberbau im Kaltrecyclingverfahren hergestellt. Dafür werden zunächst die oberen schadhaften Schichten aufgefräst und anschließend in Verbindung mit Zement und Bitumen vor Ort aufbereitet und als tragfähige "KRC-Schicht" wiederverwendet. Im anschließenden Hocheinbau werden dann eine bituminöse Tragschicht und eine abschließende Asphaltdeckschicht aufgebracht.

Bei diesem ressourcenschonenden und umweltfreundlichen Verfahren können vorhandene Baustoffe bis zu 100 Prozent wiederverwendet werden. Das Verfahren greift auf vorhandenes Material zurück - lediglich Zusatzstoffe werden beigemischt.

Kreisdezernent Geißel zeigte sich erfreut, dass mit der Baumaßnahme bereits das dritte derartige Projekt auf freier Strecke in diesem Jahr im Kreis begonnen werde. In den 20 Jahren vorher seien derartige Maßnahmen im Kreis mangels Geld nicht unternommen worden. Geißel begrüßte zudem, dass das aktuell angewandte kostengünstige Verfahren gefördert werde. Auch Bürgermeister Schlosser lobte das Projekt, das die Gemeinde im Jahr 2017 innerorts in den Dorfkern fortsetzen will. Dann wird sie erhebliche Kosten für die Bürgersteige und die Infrastruktur unter der Erde haben.Unter den Fachleuten beim Spatenstich wurde auch Unsicherheit deutlich, was die Finanzierung derartiger Projekte in der Zukunft anlangt, denn von Landesseite werde wohl eher ein Schwerpunkt auf den öffentlichen Personennahverkehr gelegt.

Aufgrund der geringen Fahrbahnbreite kann die Baumaßnahme nur unter Vollsperrung erfolgen. Die Umleitungsstrecke ist entsprechend ausgeschildert und führt ab Groß-Felda über die L 3071 nach Ermenrod sowie umgekehrt. Sofern die Arbeiten wie geplant durchgeführt werden können, wird die Maßnahme bis Ende September 2014 fertiggestellt sein.

Als Gesamtbaukosten investiert der Vogelsbergkreis insgesamt rund 820 000 Euro in die Baumaßnahme. Die Gemeinde Feldatal beteiligt sich für Entwässerungsarbeiten zusätzlich mit rund 11 000 Euro, sowie die Bundesrepublik Deutschland für Arbeiten im Einmündungsbereich zur B 49 mit rund 10 000 Euro. Darüber hinaus unterstützt das Land Hessen den Vogelsbergkreis mit Zuwendungen zur Förderung der Verkehrsinfrastruktur in Höhe von etwa 70 Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare