Frühlingshimmel bot besonderes Planetenspektakel

Feldatal-Stumpertenrod (ts). Die Sternwarte war am Wochenende wieder Ausgangspunkt für eine »Reise durch das Universum«. Im Rahmen des bundesweiten »Tag der Astronomie« hatte der Verein Sternenwelt interessierte Sternegucker eingeladen.

Feldatal-Stumpertenrod (ts). Die Sternwarte war am Wochenende wieder Ausgangspunkt für eine »Reise durch das Universum«. Im Rahmen des bundesweiten »Tag der Astronomie« hatte der Verein Sternenwelt interessierte Sternegucker eingeladen. Da das Wetter bereits die ganze Woche über einen ungetrübten Blick in den Himmel erlaubte, hatten sich viele Hobby-Astronomen eingefunden.

Dieses Frühjahr bietet der Nachthimmel einen ganz besonderen Anblick. Bereits am frühen Abend sind im Westen die fast rein weiß erscheinende Venus und der etwas gelbliche Jupiter mit bloßem Auge zu sehen. Wer durch das Teleskop schaut, der kann sogar die Jupitermonde beobachten. Später am Abend erscheint noch der rote Mars und etwas später der Saturn. Angezogen von der Erwartung auf dieses Planetenspektakel kamen am Samstag mehr als 70 Besucher. Zumindest bis 22.30 Uhr bot sich ein recht guter Blick, der die Beobachtung von Venus, Jupiter und Mars ermöglichte. Lediglich der Saturn versteckte sich hinter aufziehenden Dunstwolken. Die Besucher störte dies aber nicht, da auch der Orionnebel und einige Doppelsternsysteme zu sehen waren. Wie Gertrud Nagel mitteilte, waren alle Besucher begeistert.

»Wir haben nicht damit gerechnet, dass so viele kommen«. Bevor die Besucher die Teleskope in Beschlag nehmen konnten, bot Achim Knopp im Vortrag eine einzigartige Reise durch das Universum. Vor allem die große Entfernungen beeindruckten. Während der rund sechs Milliarden Kilometer entfernte Pluto noch in rund neuneinhalb Jahren erreicht werden könnte, würde die Reise zum Stern »Proxima Centauri« mehr als 60 000 Jahre dauern. Bereits am Nachmittag drehte sich in der Sternwarte alles um die Astrologie. Gertraud Eifert stellte im Vortrag »Unsere Sonne und unsere Sterne« vor. Unter den Besuchern waren überwiegend Kinder. In diesem Jahr biete sich aufgrund der Sonnenaktivitäten eine einzigartige Möglichkeit, Polarlichter auch in den hiesigen Breitengraden zu beobachten. Polarlichter wirkten magisch auf den Betrachter, so Eifert. Durch akute Ausbrüche auf der Sonne würden geladene Teilchen in Richtung Erde geschickt. Diese können negative Auswirkungen auf Flugverkehr und Satelliten haben.

1989 sei aufgrund eines solchen Sonnenwindes in halb Kanada die Stromversorgung zusammengebrochen. Im Anschluss konnten die Kinder einen Blick auf die Sonnenflecke werfen. Wichtig sei, dass man nie direkt in die Sonne schaut. Zum Thema Kosmologie und Glaube referierte Dieter Welnowski. Jüngste Beobachtungen lieferten Belege für den Urknall. Aufgrund von Spektralanalysen könne man nachweisen, dass sich der Raum und die Entfernungen vergrößern. Die Frage nach dem Glauben stelle sich im Zusammenhang mit der Initialisierung des Urknalls. »Da muss doch jemand sein, der dies veranlasst hat«, so Welnowski. Beeindruckend sei die Zeitachse der Entwicklung.

Wenn man sich überlege, dass die menschliche Entwicklung gerade einmal auf einen Zeitraum von 200 000 Jahren zurückblickt, sei es schon beeindruckend, »dass wir gegenwärtig Atommüll entsorgen, der eine Millionen Jahre strahlt«.

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