100 freiwillige Helfer zeigten, was sie können

Feldatal-Zeilbach (ts). Zufrieden zeigte sich Gemeindebrandinspektor Karl Erkel mit dem Verlauf der Großbrandübung am vergangenen Wochenende.

Feldatal-Zeilbach (ts). Zufrieden zeigte sich Gemeindebrandinspektor Karl Erkel mit dem Verlauf der Großbrandübung am vergangenen Wochenende. Vor den Augen von zahlreichen interessierten Bürgern zeigten über 100 Hilfskräfte, dass sich die Bürger in einem Ernstfall auf schnelle und zuverlässige Hilfe verlassen können. Neben den Feuerwehren des Feldatals beteiligten sich die Wehren aus Ulrichstein, Unter-Seibertenrot und Ober-Ohmen an der Übung. Karl Erkel betonte, dass eine Übung dafür da sei, dass kleinere Fehler gemacht werden, die es dann aber für den Ernstfall abzustellen gilt. Dass die Einsatzkräfte bereit seien, schnell Hilfe zu leisten, dass habe man bei dem Brand in Köddingen gesehen.

Dabei sei alles vorbildlich abgelaufen, so Erkel. Bei der Übung in Zeilbach merkte Erkel an, dass der Aufbau der Wasserversorgung etwas zu lange gedauert habe. Die Atemschutzgeräteträger hätten warten müssen, bis Wasser vorhanden sei. Dies seien wichtige Minuten, die in einem Ernstfall über Leben und Tod hätten entscheiden können. In Zeilbach war das Anwesen Schiller Ausgangspunkt der Übung. Hier stand die Scheune "in Flammen".

Problematisch sei vor allem die Lage im Ortskern gewesen, so dass auch der Schutz der benachbarten Gebäude hohe Priorität hatte. Neben der Wasserentnahme galt es auch eine Entnahmestelle an der Saugstelle am Gerätehaus einzurichten und die Wasserversorgung über eine lange Strecke sicher zu stellen. Direkt am Gebäude musste die Feuerwehr auch die Rettung von eingeschlossenen Kindern übernehmen. Zwei Atemschutzgeräteträger aus Zeilbach und vier Geräteträger aus Groß-Felda drangen in das Innere des Gebäudes vor, um die vermissten Kinder zu suchen. Die Feuerwehrmänner staunten nicht schlecht, denn die Mimen des DRK hatten die Situation mit unerwarteten Reaktionen realitätsnah ausgestaltet. Zwei Kinder rannten "unter Schock" aus der brennenden Scheune. Schreiend rannten sie hilflos durch die Gegend, aber kein Feuerwehrmann fühlte sich zuständig. Eine solche Situation könne "im Ernstfall jeder Zeit entstehen".

Es sei wichtig, dass die Feuerwehrleute dann auf solche Situationen vorbereitet seien, so Erkel. Die Versorgung der Verletzten wurde von den Helfern des DRK Köddingen und des DRK Groß-Felda übernommen. Die Helfer sahen sich mit einer Vielfalt an unterschiedlichen Verletzungsmustern konfrontiert. Neben Schockzuständen, Verbrennungen und Armfrakturen mussten auch bewusstlose Personen richtig behandelt werden. Gemeindebrandinspektor Karl Erkel bedankte sich bei allen Helfern für ihre Bereitschaft und zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ausbildungsstand der Feldataler Feuerwehren.

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