Ein Dorf feiert

Festzug endet in Köddingen bei den "Eldorados"

  • schließen

Da kam viel zusammen: Die verspätete 750-Jahr-Feier und das Bezirksfeuerwehrfest bescherten den Köddingern ein abwechslungsreiches und auch arbeitsreiches Wochenende.

Am Samstagabend punkt 18 Uhr ertönte die Sirene für die Großübung der Gemeinde, und am Sonntag feierte man im großen Stil das Bezirksfeuerwehrfest mit einem langen Umzug durchs Dorf. In Köddingen feierte man am Wochenende zudem die 750-Jahr-Feier des Ortes bereits am Freitagabend. Dabei gibt es Köddingen mittlerweile schon 752 Jahre nach offizieller, urkundlicher Erwähnung. Weil es aber vor zwei Jahren unter anderem durch die Baustellenlage nicht möglich war, ein größeres Jubiläum zu feiern, wurde dies im Zuge des Feuerwehrfestes nachgeholt. Dieses findet alle sieben Jahre in Köddingen statt. Eigentlich wäre Ermenrod mit der Ausrichtung dran gewesen. Weil die Freiwillige Feuerwehr Köddingen dieses Jahr aber noch ein Jubiläum zu feiern hat – nämlich 85-jähriges Bestehen – hat man sich einvernehmlich entschieden, die Ausrichtung zu tauschen. So wurde auch diese Feier mit in das vergangene Wochenende integriert.

Gäste aus Thüringen

Wehrführer und Vorsitzender, Steffen Merkel, freute sich, dass die Wehren und andere Vereine aus den umliegenden Dörfern und Gemeinden so zahlreich erschienen waren. Sogar Vertreter aus der Partnergemeinde Friedrichswerth waren extra aus Thüringen angereist. Insgesamt 40 Vereine und/oder Wehren nahmen am Umzug teil. Dieser startete aus Richtung Windhausen kommend, über die Hauptstraße, vorbei an der Ringstraße und wieder zurück zum Sportplatz, wo im Anschluss noch eifrig mit den "Eldorados" gefeiert wurde. Diese sorgten bereits am Vortag für gute Stimmung.

Am Freitagabend fand ein sehr gut besuchter Oldie-Abend mit "Vogelsbergsound" statt. Zuvor wurden alle Ehemaligen, die einmal einen Wohnsitz in Köddingen hatten, eingeladen, um beim Festkommers die Geschichte von Köddingen zu erleben. Aber natürlich war es ein Dorfabend für alle. Die Großübung am Samstag wurde von der Wehr von Köddingen geleitet, federführend von Wehrführer Merkel, Helmut Dotzenrod und Gemeindebrandinspektor Rüdiger Klaus.

116 Einsatzkräfte bei Übung

Gekommen waren alle Feldataler Wehren sowie Ulrichstein, Helpershain und Meiches. Zusammen löschte man das inszenierte Brandobjekt, das Dorfgemeinschaftshaus, und rettete drei eingeschlossene Personen. Ein Schaulustiger fuhr mit seinem Auto gegen eine Mauer, es wurden zwei Personen eingeklemmt, so lautete das Szenario für eine zusätzliche Übungsaufgabe. Sie wurden von der Wehr aus Kestrich erstversorgt und von der Ulrichsteiner Wehr mit hydraulischem Gerät befreit. Insgesamt waren 116 Einsatzkräfte an der Übung beteiligt.

Die Köddinger Bürger waren insgesamt sehr erfreut über die stark besuchten Einzelveranstaltungen des Wochenendes. Somit geht ein erfolgreiches Wochenende zu Ende. Allerdings ist auch die Erleichterung bei den Verantwortlichen zu spüren, nachdem alles geklappt hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare