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Elisabeth und Herbert Schott.

Ehestand beginnt mit Hindernissen

  • vonHerbert Schott
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Feldatal-Groß-Felda (hso). Am heutigen Samstag feiern Elisabeth und Herbert Schott das Fest der goldenen Hochzeit. Vor 50 Jahren gaben sie sich das Jawort in der Aula der Mittelpunktschule. Auch damals gab es wie heute am Hochzeitstag einige Besonderheiten.

Beide erinnern sich daran: Die alte Kirche wurde renoviert und so musste man in die Aula der MPS ausweichen. An diesem Tag war es bitterkalt, und auf dem Weg dorthin versagte das Glockengeläut der Kirche. Beim späteren Hochzeitsfoto brauchte der Fotograf beim Gruppenfoto vor der Kirche solange, dass sogar der Brautstrauß erfror. Die anschließende Hochzeitsreise führte damals statt in den Frühling, in den tiefverschneiten Schwarzwald. Alles schien sich gegen das junge Paar verschworen zu haben.

Auch am heutigen Jubiläumstag gibt es fast eine Duplizität der Ereignisse. Das Coronavirus lässt eine groß geplante Feier nicht zu, und ebenfalls kommt an diesem Wochenende im Bergland der Winter zurück. Für den Sommer ist allerdings eine Grillparty geplant.

Kennengelernt haben sich die Beiden eigentlich so richtig beim Maifeuer in Groß-Felda. Im Bus nach Alsfeld begegnete man sich vorher zwar auf der Fahrt zur Schule ohne zunächst groß Notiz voneinander zu nehmen. Den ersten Kuss gab es schließlich auf den kleinen Bierfässchen in der Gaststätte »Zum Pitt«, und dann ging alles seinen Weg. Man heiratete einige Jahre später und die Kinder Sandra und Tobias wurden geboren. Hinzugekommen sind im Laufe der Jahre dann die fünf Enkelkinder Leon, Lasse, Noemi, Hanna und Paul.

Der Jubilar besuchte nach der Grundschule das Gymnasium in Alsfeld bis zur Klasse 10 und machte eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Bereits als Familienvater machte er berufsbegleitend eine schulische Weiterbildung und schloss diese mit der Fachhochschulreife ab. Ein wichtiger beruflicher Schritt war seine neue Ausbildung für den gehobenen Dienst bei der Arbeitsverwaltung in Gießen. Dort war er bis zum Ruhestand als Berufsberater überwiegend im Vogelsbergkreis tätig. Im Posaunenchor lernte er Posaune spielen und später auch das Tenor- und Baritonhorn. Dort nahm er schon in frühen Jahren an vielen Fort- und Weiterbildungslehrgängen des Posaunenwerks der EKHN teil. Schließlich legte er 1983 seine Prüfung als Chorleiter ab. Mit dieser Qualifikation verdiente er sich seine ersten Sporen bis Ende 1984 beim Posaunenchor in Stumpertenrod. Unerwartet und plötzlich wurde er als Chorleiter in seinem Posaunenchor gebraucht. Ab Januar 1985 leitete und prägte er den Chor bis zu seinem Abschied mit 65 Jahren im Februar 2013. In dieser Zeit war er auch im Bezirksvorstand des Posaunenwerkes Oberhessen als stellvertretender Vorsitzender aktiv. Noch heute spielt er und gehört dem Vorstand an. In dieser ganze Zeit fiel auch Ende der 1970er Jahre die Wahl in den Kirchenvorstand.

Die Jubilarin besuchte nach der Volksschule in Zeilbach die private Handelsschule Köhlhofer/Baltersee in Alsfeld. Sie absolvierte danach eine Bankenlehre bei der Kreissparkasse Alsfeld und fand auch dort ihren weiteren beruflichen Ansatz. Nach der Geburt von Sohn Tobias widmete sie sich ganz der Kindererziehung und der Familie, bis sie 1989 wieder ins Berufsleben einstieg und bei der Sparkassen-Versicherung in Alsfeld bis zum Eintritt in die Rente tätig war. Elisabeth Schott engagierte sich bereits seit ihrer Jugend beim DRK in der Ortsvereinigung. Seit Mitte der 1990er Jahre saß sie für die FWG in der Gemeindevertretung bis 2016. Auch engagierte sie sich bei der Bürgerinitiative Ohm-Feldatal gegen die Trinkwasserentnahme aus dem Vogelsberg und in mehreren Fördervereinen im Feldatal. Lieblingsbeschäftigungen sind aktuell immer noch die Betreuung der Enkel, Gartenarbeit sowie das Backen und Kochen.

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