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»Denken Sie auch an die Kinder«

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In der Feldahalle wird am 11. Dezember geimpft. ARCHIVFOTOS: JOL © Joachim Legatis

Feldatal (pm). In einem offenen Brief wendet sich Bürgermeister Leopold Bach angesichts der Zuspitzung der Corona-Situation an die Bürger. »Die Inzidenzen steigen, die Auslastung der Intensivstationen kommt an ihre Grenzen und wir stehen auch in Hessen vor einem Kollaps der intensivmedizinischen Versorgung«, schreibt der Bürgermeister und verweist auf die Belastungen für das pflegerische und ärztliche Personal, die »enorm« seien.

Soziale Kontakte reduzieren

»Für uns alle - egal ob geimpft oder ungeimpft - muss nun eine zentrale Maßnahme im Vordergrund stehen: die Überprüfung unseres Verhaltens und die Reduzierung von Kontakten«, schreibt Bach und bittet die Bürger, ihre sozialen Kontakte auf das Notwendige zu beschränken sowie »bei notwendigen und verantwortbaren Zusammenkünften und Veranstaltungen« die Regelungen, Abstandsgebote und Hygienekonzepte zu beachten. Eine niedrigschwellige Selbsttestung könne gegebenenfalls zur Erhöhung der Sicherheit beitragen.

»Geben Sie Acht auf die Älteren und Schwächeren in unserer Gesellschaft, insbesondere beim Umgang in der Familie und in der Nachbarschaft«, appelliert Bach. Zudem könne man sich selbst durch eine Impfung vor einem schweren Verlauf schützen.

»Denken Sie bei Ihrem Verhalten auch an die Kinder, denen wir noch kein Impfangebot unterbreiten können«, betont der Rathauschef weiter. Denn diese hätten gemeinsam mit den Jugendlichen in den letzten Monaten »gewaltige Einschnitte hinnehmen müssen«. Die Folgen davon, dass manche Kinder sich nicht mehr an ein unbeschwertes Leben vor der Pandemie erinnern könnten, würden sich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der Arbeit der Jugendämter zeigen.

Durch verantwortungsvolles Verhalten könne man nun dabei helfen, die Schulen und Kindergärten offenzuhalten.

Dann kommt Bach auf die Impfung zu sprechen, die »derzeit der zentrale Baustein der Pandemiebekämpfung« sei. »Obwohl wir zwischenzeitlich wissen, dass Geimpfte sich infizieren können, das Virus weitertragen und bei Vorerkrankungen auch schwer erkranken können, ist diese Wahrscheinlichkeit nach aktuell herrschender Meinung um ein Vielfaches geringer als bei Menschen ohne Impfschutz«, schreibt Bach und ruft die Bevölkerung dazu auf, die bereits bestehenden Impfangebote sowie jene, die in den kommenden Tagen und Wochen »in einem gewaltigen Kraftakt« aufgebaut werden, zu nutzen - auch in Hinblick auf die Booster-Impfungen.

Jetzt für die Impfung anmelden

Gemeinsam mit der Landarztpraxis Beyer bietet die Gemeinde Feldatal am kommenden Samstag, dem 11. Dezember, daher auch ein spezielles Impfangebot an: Zwischen 9 und 13 Uhr werden dann in der Feldahalle Impfungen durchgeführt. Eine Anmeldung für das Angebot ist noch bis zum 9. Dezember um 18 Uhr über das Anmeldetool unter www.feldatal.de möglich.

Mit der Impfung ist es laut Bach allerdings nicht getan. »Gleichzeitig heißt es auch für die Geimpften: wachsam und vernünftig bleiben«, betont er. »Als Gesellschaft ist es gerade in dieser kritischen Phase der Pandemie unsere gemeinsame Verantwortung, dass jeder und jede seinen Beitrag zur Bewältigung der Krise leistet.«

Sein Fazit: »Nutzen wir die Impfangebote und ermutigen wir diejenigen, die bisher noch mit der Impfung abgewartet haben. Helfen wir uns gegenseitig, geben wir aufeinander Acht, bleiben wir vorsichtig und reduzieren wir unsere Kontakte.«

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Leopold Bach © Joachim Legatis

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