Ansteckend gute Stimmung mit zwei Mundart-Bands

Feldatal-Groß-Felda (mso). Ein Konzert der besonderen Art erlebten am Samstag die Besucher in der Feldahalle in Groß-Felda mit den lokalen Musikgruppen "Halb 6" und "Vo Hearze Platt".

Die Bands hatten zum Benefiz-Adventskonzert eingeladen und rund 250 Besucher ließen sich von Gesang auf Platt begeistern. Zu Beginn stimmte Timo Wagner die Besucher ein. In bestem Fealler Platt vorgetragen gab er ein Gedicht von Lutz Dönges zum Besten. "Mir hu de schienste Dialekt" – da stimmten dann auch die meisten Besucher zu. Die Gruppe "Vo Hearze Platt" eroberte dann die Bühne und bewies eindrucksvoll, dass auch junge Menschen einen Bezug zum Platt haben.

Die Gruppe hat sich erst im Oktober gegründet. Matthias Karle, Dennis Graulich und Christian Stark haben bereits in anderen Bands in verschiedenen Musikrichtungen Bühnenerfahrung gesammelt. Dass sie sich nun zu einer Mundartgruppe zusammengefunden haben, ist ihnen eine Herzensangelegenheit. Wie Matthias Karle mitteilte, "wollten wir einfach Spaß haben" und so haben die jungen Musiker begonnen auf Platt bekannte Lieder zu singen. Vorbild ist dabei die Gruppe Fäägmeel. "Wir sind allesamt mit Fäägmeel groß geworden und kennen die Lieder in- und auswendig", versicherte Karle. Wichtig ist es den drei Musikern dabei, auf der Bühne in ihren Liedtexten an Traditionen anzuknüpfen.

"Wir sind sehr heimatverbunden und so wollen wir die Geschichte bewahren", so Karle. Wie Christian Stark mitteilte, sei es wichtig mit der Musik eine Botschaft zu vermitteln. Sein ganz persönliches Lieblingslied sei dabei das Stück "Wan mir uns wirrer sehe", in dem er Abschied eines lieben Menschen musikalisch verarbeitet werde. Das Stück biete genug Interpretationsspielraum, dass es auch als Schlusslied für den Auftritt geeignet sei. Das besondere an "Vo HEarze Platt" ist die Schnelligkeit, mit der die Musiker ein zweistündiges Bühnenprogramm einstudiert haben. Nur zweieinhalb Monate hat es gedauert, bis die Lieder einstudiert waren. Hinzu kam noch, dass Christian Stark in dieser Zeit Bass spielen lernen musste.

Die Gruppe gab bekannte Lieder wie "Schnobe und Houste", "Jerer braucht a Frah" und "Imweche" zum Besten. Dass es sich bei den drei Akteuren um Vollblutmusiker handelte, konnte man auch an gekonnten Gitarren-Soli erkennen. Auch der Einsatz der Mundharmonika sorgte für Erheiterung bei den Gästen.

Die Gruppe "Halb6" ist im heimischen Raum ein Begriff und so war von Anfang an klar, dass auch diese drei Musiker für beste Laune sorgen würden. Wie Günter Seim mitteilte, sei Dennis Graulich auf sie zugekommen mit der Idee, ein Weihnachtliches Mundartkonzert für einen wohltätigen Zweck zu veranstalten. Wie richtig diese Idee war, konnte man an der guten Stimmung in der Halle sehen. Halb6 begeisterte mit ihren Mundartliedern und streute immer wieder Hits ein, um so die Menge anzuheizen. Die Mischung von eigenen Liedern und die Vertonung bekannter Songs ist das Markenzeichen der drei Musiker von Halb6.

Am Ende des Konzertes standen beide Gruppen gemeinsam auf der Bühne und verabschiedeten sich mit "Was bleibt" von den Gästen. Diese ließen die Musiker aber nicht ohne Zugaben von der Bühne und so durften die Gäste bei "Feall mei Feall" noch kräftig mitsingen. Holger Loch vom Verein "Kinderherzen heilen" war gerührt und erfreut zugleich, dass die Mundartgruppen von sich aus dieses Konzert organisiert haben und den Erlös an Kinderherzen heilen stiften.

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