250000 € für Dorferneuerung Köddingen bereit gestellt

Feldatal-Ködingen (jol). Solche Termine machen dem Landrat Freude: Gerne überreichte am Dienstag Manfred Görig einen Bewilligungsbescheid über stattliche 250000 Euro für die Dorferneuerung Köddingen.

225000 Euro sollen helfen, den Raiffeisenplatz an der Ortsdurchfahrt mit einem modernen Antlitz zu versehen. Weitere 27500 Euro sollen in die Freiflächen am Talweg investiert werden. Die Gesamtkosten der beiden Bauvorhaben liegen bei 467000 Euro, sie dienen also auch der regionalen Wertschöpfung, wie Görig bei der Übergabe des Bescheids sagte. Es geht bei der Dorferneuerung um die Belebung der Ortskerne als sozialem Raum, so Görig. Der Bereich Raiffeisenplatz umfasst Backhaus, Gerätehaus, Jugendraum, DRK-Gebäude, Mosterei, einen Spielplatz und ein Elektrogeschäft.

Der soziale Aspekt werde zukünftig noch wichtiger, wenn nicht mehr Einzeldörfer aus dem Programm gefördert werden, sondern Programme für eine Großgemeinde. Damit bietet sich die Chance, zentrale Orte zu stärken, damit die Gemeinde bei schrumpfender Bevölkerungszahl lebenswert bleiben. Dabei greifen Dorfentwicklung und das kreisweite Demographie-Projekt "MORO" ineinander. Bei beiden Förderprogrammen soll die Infrastruktur gesichert werden, besonders in Bezug auf Ärzteversorgung.

Bürgermeister Dietmar Schlosser zog eine überaus positive Bilanz der Dorferneuerung in dem Feldataler Ortsteil. Mit rund 70 privaten Baumaßnahmen und einer Reihe an öffentlichen Umbauten sei sie "sehr gut gelaufen". Unter den öffentlichen Maßnahmen war der Komplettumbau des Gemeinschaftshauses der größte Brocken. Dabei und bei weiteren Arbeiten sei viel von den Köddingern in Eigenleistung geschafft worden. Dafür gebühre den Aktiven mit den Ortsvorstehern Kroner und Merkel besonderer Dank.

Nun warte man in der Gemeinde sehnlich auf die Erneuerung der Ortsdurchfahrt, die bereits seit Jahren beschlossen ist. "Das muss gemacht werden", so Schlosser. In Köddingen zeige sich, was eine gute Dorfgemeinschaft zusammen auf die Beine stellen kann. Die Einwohnerzahl sei stabil, auch wegen der Einkaufsmöglichkeiten und der vielen Vereine vor Ort. "Die Leute identifizieren sich mit ihrem Ort, sonst hätte die Dorferneuerung nicht so gut funktionieren können."

Das Dorferneuerungsprogramm wird von der "Dorfentwicklung" abgelöst, wie Margit Kock-Wagner vom Amt für den ländlichen Raum erläuterte. Der Vogelsbergkreis ist mit drei Großgemeinden bereits im Programm, davon profitieren Schotten, Grebenhain und Lautertal. Im nächsten Jahr soll eine weiter Kommune dazu kommen.

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