Farbenfroher Weltgebetstag

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Groß-Eichen(sf). Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen seit über 100 Jahren für den Weltgebetstag und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Frauen aus Simbabwe hatten für den Weltgebetstag 2020 den Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken ausgelegt: "Steh auf! Nimm deine Matte und geh!", sagt Jesus darin zu einem Kranken.

In schönen farbigen Kleidern begingen Pfarrerin Kerstin Kiehl und weitere Frauen den Weltgebetstag in der Kirche und anschließend im evangelischen Gemeindehaus. Ausgesucht hatte man schöne Lieder, welche von der Gemeinde mitgesungen wurden. Das Team der Weltgebetstagfrauen berichtete über die Situation der Frauen von Simbabwe sowie die politischen Schwierigkeiten in dem afrikanischen Staat. Das Lied "Sanna" wurde lautstark mitgesungen und damit endete auch der Gottesdienst. In das benachbarte Gemeindehaus hatte man im Anschluss eingeladen.

Leckeres aus Simbabwe

Dort wartete ein reich bedeckter Tisch mit Köstlichkeiten - nach Rezepten aus Simbabwe - auf die Besucher. Ein angenehmer Duft durchströmte den Raum und alle genossen den leckeren Abschluss. Auch in diesem Jahr wurden wieder viele Besucher, darunter auch Pfarrerin Susanne Metzger-Liedkte aus dem benachbarten Laubach-Freienseen, begrüßt.

Die Autorinnen des Weltgebetstags 2020 haben natürlich in die Vorlage zur Gottesdienstgestaltung ihre alltägliche Lebenssituation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika einfließen lassen. Überteuerte Lebensmittel, Benzinpreise in unermesslichen Höhen und steigende Inflation sind für sie Alltag und nur einige der Schwierigkeiten, die sie zu bewältigen haben. Die Gründe für den Zusammenbruch der Wirtschaft sind jahrelange Korruption und Misswirtschaft und vom Internationalen Währungsfonds auferlegte aber verfehlte Reformen. Bodenschätze könnten Simbabwe reich machen, doch davon profitieren andere, so ein Resümee.

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