Fällarbeiten weit fortgeschritten

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Homberg(pm). In den vergangenen Tagen gingen die Rodungs- und Räumungsarbeiten im Dannenröder Wald trotz des Schneeeinbruchs weiter. Von den rund drei Kilometern seien noch rund 300 Meter zu räumen, hieß es am Mittwochmorgen von der Polizei. Dabei sei man sich "durchaus der Emotionalität der Situation bewusst, die sich damit für einige ergibt". Vor diesem Hintergrund rief die Polizei dazu auf, "keine überhöhten Risiken einzugehen".

Die Projektgesellschaft DEGES bestätigte, dass die Fällarbeiten bei Dannenrod weit fortgeschritten seien. Demnach sind zwei Drittel der 27 Hektar, die im Dannenröder Wald für die Autobahn fallen sollen, bereits gerodet. "Nach aktueller Einschätzung erwarten wir, dass die Arbeiten vor Weihnachten abgeschlossen sein werden", so ein Sprecher der DEGES gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Verletzter bei Quad-Unfall

Im Norden des Dannenröder Forstes wurden wieder Baumhäuser und Plattformen geräumt. Die Zufahrt eines Harvesters (Holzerntemaschine) wollten am Dienstag etwa 30 Personen verhindern, die von der Polizei zurückdrängt wurden. Beim Transport mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei (sogenanntes Ranger Quad) einer in Gewahrsam genommenen Person kam es ebenfalls am Dienstagmorgen zu einem Unfall. Der Autobahngegner sei dabei "leicht verletzt und medizinisch versorgt worden". Es seien Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen worden.

Um die Gefahr eines vermeintlich präparierten Feuerlöschers zu klären, wurde der Fundort abgesperrt und der Gegenstand durch Experten des Landeskriminalamtes bewertet. Die Einstufung als gefahrlos, ermöglichte später den Abtransport.

Eine Person in einem betonierten Lock-on (Sicherungsvorrichtung) beschäftigte am Dienstag bis in die Abendstunden die Spezialkräfte der Polizei. Die Straße zwischen Lehrbach und Niederklein war gesperrt. Es wurden allein am Dienstag 64 Personen in Gewahrsam genommen. Weiterhin wurden sechs Ermittlungs- und 59 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und 31 sogenannte Platzverweise ausgesprochen.

Derzeit geht die Polizei davon aus, dass sich noch etwa 150 Ausbaugegner im Wald aufhalten. Am Mittwoch wurden insgesamt 35 Personen in Gewahrsam genommen sowie ein Straf- und 38 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Zudem wurden 38 Platzverweise erteilt. Auch eine Sitzblockade wurde von den Polizisten aufgelöst. An die 25 Personen, die sich in den Bäumen befanden, wurden von Höhenrettern auf den Boden befördert.

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