Kirchenpräsident radelt durch Heimat

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Einen Tag lang in seiner alten Vogelsberger Heimat unterwegs war Kirchenpräsident Dr. Volker Jung am Mittwoch – und das auf dem Drahtesel. Er hatte sich der Fahrradtour des gesamthessischen Pastoralkollegs "Hessen erfahren" angeschlossen und begleitete die radelnden Pfarrer aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf ihrer Etappe von Rotenburg/Fulda nach Lauterbach. Eingeladen zu dem Kolleg hatten die Pröpste Oliver Albrecht aus Wiesbaden (EKHN) und Helmut Wöllenstein aus Marburg (EKKW).

Einen Tag lang in seiner alten Vogelsberger Heimat unterwegs war Kirchenpräsident Dr. Volker Jung am Mittwoch – und das auf dem Drahtesel. Er hatte sich der Fahrradtour des gesamthessischen Pastoralkollegs "Hessen erfahren" angeschlossen und begleitete die radelnden Pfarrer aus der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf ihrer Etappe von Rotenburg/Fulda nach Lauterbach. Eingeladen zu dem Kolleg hatten die Pröpste Oliver Albrecht aus Wiesbaden (EKHN) und Helmut Wöllenstein aus Marburg (EKKW).

Für den Kirchenpräsidenten der EKHN war die Teilnahme an der Tour eine angenehme Pflicht. Denn die Strecke von Rotenburg nach Lauterbach führte nicht nur über die Grenze von Kurhessen und Nassau, sondern sie brachte Dr. Jung zurück in seine Geburtsstadt Schlitz und nach Lauterbach, wo er als Pfarrer und Dekan tätig war. Die erste Rast im Schlitzerland machte man in dem kleinen Ort Queck. Dort zeigte Dr. Jung seinen Mitreisenden das Haus seines Vorgängers Dr. Peter Steinacker. Dieser hatte dort einen Rückzugsort. Volker Jung bezeichnete Queck als "kleines Stück EKHN-Geschichte", denn auf dem nahe gelegenen Fußballplatz habe Peter Steinacker ein Benefizturnier ausgerichtet, um eine Tschernobyl-Hilfe zu unterstützen. Auch hätten dort hin und wieder Konferenzen und Sitzungen stattgefunden.

Mit großer Freude stellte der Kirchenpräsident der Gruppe seinen Geburts- und Heimatort vor. Als herausragendes Wahrzeichen der Burgenstadt präsentierte er die Hinterburg mit ihrem Bergfried.

Der Weg der Pfarrer führte auch an der Metzgerei der Familie Jung vorbei, in der der Kirchenpräsident aufgewachsen ist. Dr. Jung nutzte diesen Moment für einen Rückblick in eine Zeit, als es noch viele Betriebe in Schlitz gab, darunter drei Leinwebereien und außer der Metzgerei seiner Eltern noch zwei andere mit Gaststätten. In Schlitz habe stets ein Fußballfest aller Betriebe stattgefunden, und er habe natürlich in der Mannschaft der Gastwirte und Metzger mitgespielt. Heute seien viele Betrieb abgewandert, bedauerte er. Auch Nachmieter für die elterliche Metzgerei zu finden, sei schwierig gewesen, sagte der Kirchenpräsident mit Blick auf die Probleme des ländlichen Raums. Erfreut äußerte er sich darüber, dass es noch eine große Kirchlichkeit in Schlitz und im ganzen Dekanat gebe.

Doch die Tour war nicht nur ein Heimspiel für Dr. Volker Jung, er setzte sich auch mit dem Zusammenspiel der beiden Landeskirchen auseinander. Bereits während seiner Zeit als Dekan in Lauterbach habe es eine räumliche Nähe zur EKKW gegeben, stellte er fest. Gemeinsam mit den Kirchenkreisen der EKKW habe man bis nach Fulda gemeinsame Dekanatskonferenzen eingeführt, und gerade in den letzten 20 Jahren habe sich viel Verbindendes getan. Das liege zum einen an den Menschen, die dort tätig seien, zum anderen auch an den Arbeitsbereichen beider Landeskirchen. Auch die Entwicklung des Zentrums Verkündigung in Frankfurt und des Religionspädagogischen Instituts in Marburg hob der Kirchenpräsident hervor: Spektrum und Horizonte beider Einrichtungen hätten sich sehr erweitert, lobte Dr. Jung. Für die Zukunft äußerte er den Wunsch, dass man Herausforderungen weiter pragmatisch und lösungsorientiert angehen möge. Bei der Zusammenarbeit der beiden Landeskirchen müsse man einen Weg finden, der beiden gut tue, und dieser Weg werde immer einfacher. "Vieles ist ähnlicher, als man denkt", so lautete seine Einschätzung. Dabei müsse man sich aber auch immer fragen, ob man einen Aufbruch in eine neue Kultur wolle. Abschließend sprach Jung sich dafür aus, den Kooperationsweg weiterzugehen.

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