Günther Oettinger
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Günther Oettinger

Europa zwischen Weltmachtansprüchen

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Alsfeld(bf). "Europa muss sich anstrengen, mit einer Stimme sprechen und gemeinsam handeln, um in Zukunft zwischen den beiden Weltmächten Amerika und China weiter politisch und wirtschaftlich eine gewichtige Rolle wahrnehmen zu können. Das ist Herausforderung." Dies erklärte dieser Tage Günther Oettinger, EU-Kommissar in verschiedenen Aufgabengebieten von 2010 bis 2019, bei einer Vortragsveranstaltung der Europa-Union Vogelsberg im Marktcafé.

"Demokratie leben", das Bundesprogramm war die Basis für die Veranstaltung der Europa-Union, sagte Bürgermeister Stephan Paule als Vorsitzender der Europa Union zu Beginn, und war erfreut darüber, dass mit Günther Oettinger ein "Kenner und Macher" in Europa als Referent gewonnen werden konnte.

Referent Oettinger streifte in seinem knapp 30-minütigen Vortrag europäische Geschichte und kam dann auf das 21. Jahrhundert zu sprechen. Europa muss sich aus Sicht von Oettinger behaupten zwischen zwei Systemen: "Amerika First" und dem "Weltmacht-Anspruch" von China, das sich selbst dieses Ziel bis 2049 gesetzt habe. Trotz dieser äußeren Einflüsse könne Europa bestehen und sei wirtschaftlich stark genug, zeigte sich Oettinger zuversichtlich. Und trotzdem: Gemeinsamkeiten und Werteordnungen einer Demokratie müssten konsequenter politisch "gelebt" werden, appellierte er. Und genau in diesem Bereich stünden "europäische Hausaufgaben" an. Diese seien notwendig, um im "Kampf der beiden Systeme" zu bestehen. FOTO: BF

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