JU-Vertreter sprechen auch mit Gegnern der A 49. FOTO: PM
+
JU-Vertreter sprechen auch mit Gegnern der A 49. FOTO: PM

Eskalationen verhindern

  • vonRedaktion
    schließen

Vogelsbergkreis(pm). Anlässlich des tragischen Unfalls auf der A 3 am Dienstag der Vorwoche sieht die Junge Union Hessen eine neue Eskalationsstufe bei den Protesten gegen den Ausbau der A 49 erreicht. Um weitere Eskalationen zu verhindern und ein klareres Bild der Lage vor Ort zu bekommen, suchte der CDU-Nachwuchs am Samstag das Gespräch mit Befürwortern, Gegnern, Polizei und Entscheidungsträgern zum Bau der A49.

"Wir stehen für Gewaltfreiheit, Rechtsstaatlichkeit sowie den friedlichen Vollzug demokratischer Entscheidungen ein. Uns war es wichtig, mit allen Beteiligten zu diskutieren und für diese Grundprinzipien zu werben. Oberstes Ziel muss sein, weitere Eskalationen und Gewalt zu verhindern", macht Sebastian Sommer, Landesvorsitzender der Jungen Union Hessen, im Anschluss an die Gespräche deutlich.

Höhepunkt des A49-Dialogs war die Diskussion mit A49-Gegnern und den Aktivisten an der Mahnwache vor Ort. "Es war uns ein besonderes Anliegen, mit den Aktivisten ins Gespräch zu kommen. Wir haben unsere Position, die Räumung der Flächen und den Ausbau der A 49, deutlich gemacht und ebenso einen Einblick in die Meinungen der Aktivisten bekommen. Die Verkehrswende und der Naturschutz sind elementare Anliegen, die wir unterstützen und nachvollziehen können. Allerdings sind viele Forderungen der Aktivisten ideologiegetrieben und realitätsfremd. Umweltschutz und Infrastruktur werden hier gegeneinander ausgespielt, demokratische Entscheidungen infrage gestellt und sinnvolle Projekte verzögert und torpediert", sagt Lucas Schmitz, stellvertretender JU-Landesvorsitzender. "Insbesondere die fehlende Distanzierung der friedlichen Demonstranten von den gewaltbereiten Aktivisten macht den konstruktiven Dialog mit allen Seiten sehr schwierig", sagte Schmitz weiter.

Die Junge Union stellt sich auf die Seite der A 49-Befürworter und stärkt den Polizeibeamten vor Ort den Rücken. "Man kann über die Trassenführung diskutieren, und es gibt bei allen Varianten Gewinner und Verlierer. Diese Diskussionen und Abwägungen fanden über 30 Jahre statt. Die aktuelle Planungen sind ausgewogen und die Lasten vernünftig verteilt. Der Bau der A 49 ist auf allen juristischen und demokratischen Wegen mehrfach bestätigt", sagte Sebastian Willsch, Referent für Infrastruktur, Wohnungsbau und Energie.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare