Tiere

Esel-Biss in Sportwagen wird Fall für den Richter

Es war eine tierische Geschichte vor einem Jahr, als ein Esel in Schlitz einen orangefarbenen Sportwagen zum Fressen gern hatte. Jetzt landet der Fall vor Gericht.

Der Fahrer des McLaren hatte den Wagen neben der Koppel geparkt und der vorwitzige Esel hatte dann kräftig in das Auto gebissen. Er hatte den Luxus-Sportwagen wohl mit einer überdimensionalen Mohrrübe verwechselte, haben die Polizisten damals gemutmaßt.

Das Tier biss damals gleich zwei Mal ins Heck – und beschädigte dabei den Lack und "ein größeres Fahrzeugteil aus Karbon", so der Polizeibericht. Der Schaden sollte sich zunächst auf bis zu 40 000 Euro belaufen. In einem Interview mit dem Radiosender FFH erklärte der Geschädigte die hohen Reparaturkosten. Das beschädigte Karbonteil erstrecke sich über das gesamte Auto. Wenn sich der Kratzer nicht entfernen lasse, müsste es komplett ausgetauscht werden – und zwar in England.

Warum jemand einen so teuren Wagen neben der Weide abstellt? Er sei beim Arzt gewesen, erklärte der Fahrzeughalter das Malheur, habe vergessen seine Krankenkassenkarte abzugeben – und wollte das nur schnell nachholen. Nach FFH-Informationen ist die Nummer noch nicht durch, Sportwagen-Besitzer Markus Zahn sagte zu dem Sender: "Der Fall landet jetzt vor Gericht."

Jetzt beißt der Auto-Besitzer wegen der Kosten auf Granit, die Versicherung will die 6000 Euro teure Reparatur nicht zahlen. Am 28. September soll das Landgericht Gießen nun klären, wer für den Schaden aufkommt, so McLaren-Besitzer Markus Zahn zu FFH.

Und wie geht’s Vitus? Der grast mittlerweile nicht mehr in Schlitz, sondern in Poppenhausen-Tränkhof. Bislang lebte der Esel auf dem Hofgut der Lebensgemeinschaft Sassen bei Schlitz.

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