boot_080921_4c
+
Bei der Schlauchbootfahrt am Badeteich geht es in erster Linie um die Schnelligkeit.

Erster Sieg für Feldataler

  • VonHerbert Schott
    schließen

Feldatal (hso). So mancher rieb sich am Wochenende verwundert die Augen. Den ganzen Samstag über sah man kleine Gruppen von Soldaten in Uniform und Gewehr, marschmäßig ausgerüstet, in Groß-Felda, Stumpertenrod und in der umliegenden Gemarkung. Der Hintergrund: Nach fünf Jahren Pause fand der Militärische Vielseitigkeitswettkampf »Wachsamer Keiler« endlich wieder einmal statt.

Veranstalter sind das Landeskommando Hessen, die Kreisgruppe Oberhessen im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr und die ausrichtende Reservistenkameradschaft (RK) Feldatal. Gesamtleitender dieser Veranstaltung war der Oberfeldwebel der Reserve (d.R.) und Vorsitzender der Kreisgruppe Oberhessen Hilmar Wolf. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch durch viele fleißige Helfer aus anderen Kameradschaften, wie zum Beispiel Oberstleutnant d.R. Gniffke von der RK Wetterau und Hauptmann d.R. Wolfgang Schneider von der RK Lich.

13 Kilometer lang

Sieben Gruppen zu je vier Personen nahmen an dem Wettkampf teil, außerdem waren 35 weitere »Funktioner« an den acht Stationen zur Marschüberwachung, Auswertung und anderen Tätigkeiten an diesem Wochenende eingesetzt.

Wie beim Militär üblich lief alles nach einem strengen Zeitplan ab. Nach dem Frühstück hieß es »Angetreten«, und es erfolgte die Begrüßung durch den Leitenden der Veranstaltung Hilmar Wolf. Die jeweiligen Mannschaftsführer erhielten eine »Lageeinweisung«, für die Teams war Waffen- und Materialempfang (z.B. Kartenmaterial) angesagt, und jeder hatte die Möglichkeit, sich seine Marschverpflegung zusammenzustellen. Nach einer kurzen Einweisung der Teams ging es mit dem Wettkampf los. In einem Abstand von 25 Minuten folgten jeweils die weiteren Gruppen. Vom Vereinsgelände der Reservistenkameradschaft Feldatal in der Au führte die Strecke zunächst in Richtung »Dicker Baum« über die Anhöhe »Gerstenröder Kopf« (417 Meter) und weiter durch die Feldgemarkung nach Stumpertenrod zum Schützenhaus. Dort war der Wendepunkt der Strecke, und durch die Trockenau ging es zum »Badeteich« und weiter durchs Dorf zurück zum Lager in der Au.

Auf der rund 13 Kilometer langen Marschstrecke waren acht Stationen verteilt, an denen die unterschiedlichsten Fähigkeiten der Wettkampfteilnehmer gefragt waren. So war unter anderem eine Verletztenbergung aus einem angesprengtem Kfz erforderlich, weiter mussten sie sich einem Feuerüberfall durch feindliche Aufklärungskräfte erwehren, im Schützenhaus Stumpertenrod galt es beim Luftgewehrschießen, möglichst viele Ringe zu erreichen, beim Handgranatenzielwurf (natürlich nur Übungsgranaten) waren Geschicklichkeit und Treffsicherheit gefragt, und bei der Schlauchbootfahrt am Badeteich ging es in erster Linie um die Schnelligkeit. Bei der letzten DRK-Station waren kurz vor dem Ziel noch verwundete Personen fachgerecht zu versorgen.

Dauersieger Marbach Zweiter

Zum Schluss wurde die erreichte Punktzahl von jeder Station addiert und die Gewinner standen fest. Erstmals gewann die RK Feldatal mit 679 Punkten den 2006 von der RK Lich gestifteten Wanderpokal »Wachsamer Keiler«, vor dem Dauerabonnenten der letzten Jahre auf den Sieg, der RK Marbach, und einer gemischten Mannschaft der RK Lautertal. Teilnehmer der Siegermannschaft aus Feldatal waren Stabsunteroffizier d.R. Nico Born, die Stabsgefreiten d.R. Dennis Laß und Björn Richber sowie der Obergefreite d.R. Kai-Michael Horst. Sie erhielten als Sieger natürlich den Wanderpokal »Wachsamer Keiler«. Auf die weiteren Plätze kamen die RK Fernwald, die RK Mittelhessen I und die RK Mittelhessen II

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare