Aus dem als "LuWiA - Leben und Wohnen im Alter" gestarteten Projekt wurde im vergangenen Jahr die Hausgemeinschaft Schlossblick Romrod. Nun ziehen die ersten Bewohner ein. ARCHIVFOTO: PWR
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Aus dem als "LuWiA - Leben und Wohnen im Alter" gestarteten Projekt wurde im vergangenen Jahr die Hausgemeinschaft Schlossblick Romrod. Nun ziehen die ersten Bewohner ein. ARCHIVFOTO: PWR

Die ersten Bewohner ziehen ein

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Die ersten Bewohner ziehen am Montag ins neue Haus Schlossblick in der Romröder Innenstadt ein. Träger der Pflegeeinrichtung ist die Altenhilfe St. Elisabeth gGmbH, eine Tochtergesellschaft des St. Elisabeth-Vereins Marburg. Der Verein verspricht ausgehend von einer christlichen Motivation "einen Dienst von Menschen an Menschen".

Die Abstimmung mit den Behörden ist abgeschlossen und die Betriebserlaubnis erteilt. "Mit dem Einzug kann am Montag auch die Tagespflege starten", erklärt Oliver Pappert, verantwortlicher Ansprechpartner. In unmittelbarer Nähe des Romröder Schlosses ist im Auftrag der Stadt ein dreigeschossiges Gebäude entstanden, in dem die Altenhilfe St. Elisabeth insgesamt 54 Bewohnern eine Heimat bietet.

In drei sogenannten Hausgemeinschaften werden jeweils zwölf und in zwei Hausgemeinschaften jeweils neun Bewohner leben. Zusätzlich wird es eine Tagespflegestätte mit zwölf Plätzen geben. Der Träger spricht von einer "Begegnungsstätte, zu deren Nutzung Gäste von außerhalb ausdrücklich eingeladen sind".

Der große Innenhof solle den freundlich gestalteten Neubau zu einem Raum der Begegnung und des Miteinanders werden lassen. "Damit haben wir gemeinsam mit der Stadt die Grundlage für eine sozialraumorientierte Altenhilfearbeit in Romrod geschaffen", sagt Oliver Pappert.

Im Frühjahr vergangenen Jahres war der Elisabeth-Verein in die Planungen für das Projekt eingestiegen, nachdem der vorherige potenzielle Betreiber zum Jahresbeginn ausgestiegen war. Im Juli wurde der Mietvertrag mit der Stadt unterschrieben. "Wir haben das sportliche Ziel eines Einzuges im Herbst zwar nicht erreicht, aber das, was wir gemeinsam mit der Stadt erreicht haben, ist dennoch eine außergewöhnliche Leistung", blickt Pappert auf die vergangenen Monate zurück.

"Wir haben es geschafft, das Haus komplett auszustatten und die Strukturen der Altenhilfe des St.-Elisabeth-Vereins einzubringen - von einer funktionsfähigen Haustechnik bis hin zur Einstellung des Personals, welches nun auf die ersten Bewohner wartet."

Als Mitglied der Diakonie verstehe die Altenhilfe St. Elisabeth ihr christliches Berufsethos "als Dienst des Menschen am Menschen". Das Haus bietet künftig neuen Lebensraum für 54 pflegebedürftige Senioren, die auf fachliche Betreuung angewiesen sind. "Wir vertreten das Konzept einer ganzheitlichen, aktivierenden Pflege. Auf diese Weise soll ein möglichst hohes Maß an Selbstständigkeit und Unabhängigkeit erhalten werden", erklärt Pappert.

Betreuung für Demenzerkrankte

Gegliedert in fünf Hausgemeinschaften mit je neun bis zwölf Personen bietet das Pflegeheim 54 Einzelzimmer, die alle mit einer Notrufanlage, einem Telefon- und Fernsehanschluss sowie mit behindertengerechten Duschen und WCs ausgestattet sind. Darüber hinaus stehen den Bewohnern Beschäftigungsräume zur Verfügung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hauswirtschaft würden ihre Kompetenz und Erfahrung einbringen, "um eine saubere und wohnliche Atmosphäre zu schaffen", so der Betreiber. Dienstleister wie Friseure oder Fußpfleger kommen regelmäßig ins Haus. Die Bewohner erhalten nach Angaben Papperts "eine fachliche Pflege mit ergänzender individueller Betreuung mit dem Ziel, die Fähigkeiten zu erhalten oder wiederherzustellen".

Die professionelle medizinische Versorgung beinhalte unter anderem PEG-Ernährung, Trachealkanülen, Palliativversorgung sowie eine Betreuung für Bewohner mit eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) durch Betreuungsassistenten. Im Erdgeschoss befindet sich zudem eine Tagespflegeeinrichtung, welche von Montag bis Freitag von 7.30 bis 16.30 Uhr geöffnet ist. "Die hauseigenen Küchen sorgen für abwechslungsreiche Speisen." Das Angebot beinhalte auch Voll- und Sonderkostformen. Der Ort der Mahlzeiteneinnahme orientiere sich an den individuellen Bedürfnissen. Und weiter: "Jegliche Hilfe bei den Mahlzeiten wird sichergestellt." Die Bewohner können als Freizeitgestaltung zum Beispiel an Musik- und Tanznachmittagen oder Kulturveranstaltungen, Spazierfahrten und Ausflügen teilnehmen. Zudem werden kreatives Gestalten, Gedächtnistraining, Feste und Feiern, Gesellschaftsspiele, gemeinsames Kochen und Backen sowie Bewegungsübungen organisiert.

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