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Erinnern an Verfolgung

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Schwalmstadt (pm). Gedenkstätte und Museum Trutzhain lädt zum Gespräch mit Richard Oppenheimer am Samstag, dem 13. November, ein. Beginn ist um 16 Uhr, das Gespräch steht im Zusammenhang mit dem Erinnern an die Novemberpogrome 1938.

Richard Oppenheimer, Jahrgang 1950, lebt in Florida. Er ist der Sohn von Erika Oppenheimer geb. Mannheimer. Sein Großvater Isidor Mannheimer war Viehhändler und wohnte mit Frau und drei Kindern in Bad Wildungen. Die Familie wurde 1941 und 1942 in das Ghetto Riga deportiert. Nur seine Mutter, Erika Mannheimer, überlebte mit ihrer Mutter die Verfolgung. Nach dem Krieg wanderten sie in die USA aus. Richard Oppenheimer hat die Geschichte seiner Familie recherchiert und ein Tagebuch gefunden, das seine Mutter über ihr Überleben in den Lagern geschrieben hat. Er erfuhr erst nach ihrem Tod 1988 von der Tortur seiner Mutter und wird heute Abend die Geschichte seiner Familie und das Tagebuch seiner Mutter vorstellen.

Das Gespräch mit Richard Oppenheimer führt Johannes Grötecke. Schülerinnen werden aus dem Tagebuch lesen. Das Gespräch findet im Gemeinschaftshaus Trutzhain, Warthe-Weichsel-Straße 5, statt. Einlass nur für getestete, geimpfte, genesene Personen.

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