Das Forstamt Schotten bietet Fichtenholz an. FOTO: PM
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Das Forstamt Schotten bietet Fichtenholz an. FOTO: PM

Energie aus dem Wald

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Schotten(pm). Die trockene und ungewöhnlich warme Witterung der beiden letzten Jahre hat im Forstamt Schotten zu erheblichen Schäden durch Borkenkäfer geführt. Dazu kamen noch mehrere Sturmereignisse mit zusätzlichem Holzanfall. Insbesondere das Industrieholz wird nicht mehr für den eigentlichen Verwendungszweck benötigt und lagert im Wald. "Wir bieten dieses Holz auch in größeren Portionen sehr günstig als Brennholz für den heimischen Markt an", erläutert Martin Menke, Produktionsleiter im Forstamt Schotten. "Uns ist wichtig, dass dieses Holz einer sinnvollen und nachhaltigen Nutzung zugeführt wird, selbst wenn die Aufarbeitungskosten dadurch nicht gedeckt werden können.

Ein Schnäppchen

Außerdem brauchen wir an vielen Stellen den Lagerplatz für das in diesem Jahr wieder neu zu erwartende Käferholz."

Martin Menke weist darauf hin, dass die Fichte auf das Volumen bezogen zwar einen geringeren Heizwert hat als die Buche, beim Vergleich nach Gewicht aber sogar vorne liegt. Mit einem Heizwert von 1600 Kilowattstunden kann ein Raummeter Fichtenholz etwa 150 Liter Heizöl ersetzen, dieselbe Menge Buche dagegen 210 Liter. Weil die Fichte in dieser Sondersituation aber mit brutto 6,50 Euro für nur zehn Prozent des Buchenpreises abgegeben wird, ist sie von der Kostenseite betrachtet ein Schnäppchen. Bei einer Abnahme von mehr als 50 Raummetern kann ein zusätzlicher Rabatt eingeräumt werden. Außerdem ist Buchen-Industrieholz derzeit stark gefragt und es kann aktuell nur noch Schlagabraum als Brennholz abgegeben werden.

Da das Fichtenholz bereits vorgelagert ist, erreicht es deutlich schneller den zur Verbrennung erforderlichen Trockenheitsgrad. Selbstverständlich könne dieses Holz zu Hackschnitzeln verarbeitet werden.

Bestellungen an Katja Hau unter Tel. 06044/9616-15 oder per E-Mail an katja.hau@forst.hessen.de. Wegen der Corona-Krise müsse auf Besuche im Forstamt derzeit verzichtet werden. Die Zuteilung der in Längen von drei Metern an festen Wegen gelagerten Holzmengen erfolgt möglichst ortsnah und nach Eingang der Zahlung kann zeitnah auch mit Pkw und Hänger abgefahren werden. Für das Einschneiden im Wald sind der Nachweis eines Motorsägenlehrgangs und Schutzausrüstung erforderlich.

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