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Einmal mit dem Bierkapitän um die Welt

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke-Flensungen(sf). Pünktlich um 19.33 Uhr eröffnete "Bierkapitän" Benjamin Christ mit seiner Crew, dem Prinzenpaar sowie der Tanzgarde und dem Elefanten "Steini" die Sitzung in der ausverkauften Narrhalla. Die Narren waren zu einer Reise um die Welt eingeladen und entsprechend hatten sich die Ratsmitglieder kostümiert. Nachdem Christ das Prinzenpaar Udo I. und Angela I. vorgestellt hatte, richteten diese einige Grußworte an das Publikum.

Als ersten Programmpunkt zeigte die Flensunger Prinzengarde ihr tänzerisches Können und erntete großen Applaus. Trainiert werden die Mädels von Anna Lena Biedenkapp. Dann betrat das "Ober-Ohmener Urgestein" Jutta Daubertshäuser die Bühne und berichtete über das - des Öfteren schwierige - Zusammenleben mit ihrem Ehemann. Mit Erzählungen aus früheren Zeiten ("So wie ich früher vorgeglüht habe, müsste ich heute noch brennen") hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Unter stehenden Ovationen wurde sie von der Bühne verabschiedet.

Abordnungen aus Merlau, Stangenrod, Atzenhain, Grünberg und Geilshausen wurden herzlich empfangen. Zum zweiten Male auf der Bühne stand das Tanzmariechen-Duo Silja Müller und Hailey Schmidt - unter der Leitung von Ann-Katrin Nargang. Die "Fraa Fischer" zitierte dann das neue Narrenratmitglied Benjamin Brückner auf die Bühne und erinnerte ihn an das nachts zuvor versprochene Mitwirken beim Showtanz. Auch die Flensunger Tanzgarde - trainiert von Jana Burmeister - wusste mit ihrer Darbietung zu überzeugen. Anschließend hieß es Bühne frei für den "Climbacher Pechvogel" Michaela Klemm.

Sie zeigte sich sehr enttäuscht darüber, dass sie in ihrem Leben kein Glück hat. Bei allem was Spaß macht, sei sie ganz bestimmt nicht dabei, dafür aber bei allem, was keinen Spaß macht, wie beim Thekendienst oder dem Reinigen der sanitären Anlagen.

Der Gasttanz der Stangenröder Flammen begeisterte alle. Für viel Gelächter und gute Stimmung sorgte dann "Dorfkind" Isabell Kaus.

"Gasse" war nicht gekehrt

Sie zeigte sich empört darüber, dass bei Familie Hisserich die "Gasse nicht gekehrt war" und sie war sich mit dem Publikum einig: "Dorfkind bleibt Dorfkind." Weiter ging es im Programm mit den Gastgeschenken aus Atzenhain und Geilshausen. Zum ersten Mal auf den Brettern, die in Flensungen die Welt bedeuten, stand Sandmännchen Kai Norman Sames. Er erzählte das Märchen vom Rotkäppche auf "owwerhessischem Platt". Die Struwwelichs aus Merlau begeisterten mit ihrem Showtanz unter dem Motto "Aladdin". Die in diesem Jahr ihr Debüt gebenden "Happy Duddis" brachten lustige Geschichten aus dem Urlaub auf einer Schönheitsfarm im Schwarzwald mit. Eine Gesangseinlage hatten die beiden auch im Gepäck. Zum Abschluss brachten sie den Saal mit dem Flensunger Faschingshit "Hackevoll" zum Kochen. Die "Men in Black" - das Männerballett - begeisterte und erntete riesigen Applaus. Trainerin ist Bianca Döppert. Als krönender Abschluss wurde eine musikalische Reise um die Welt geboten. Es ging von Berlin nach Rio, von Barbados nach Hawaii und von Athen nach Mallorca.

Nach Programmende feierte die Narrenschar noch ausgiebig bis in die Morgenstunden.

Hinweis für den Umzug am Sonntag, dem 23. Februar: Start des Zuges ist um 13.11 Uhr, es geht von Flensungen nach Merlau. Mit dabei sind wieder über 1600 aktive Zugteilnehmer.

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