In Ober-Ohmen hängt ein maroder Holzschuppen so weit über dem Bürgersteig, dass der Bereich bis auf die Fahrbahn abgesperrt werden muss. FOTO: RS
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In Ober-Ohmen hängt ein maroder Holzschuppen so weit über dem Bürgersteig, dass der Bereich bis auf die Fahrbahn abgesperrt werden muss. FOTO: RS

Einige Gebäude verfallen

  • Rolf Schwickert
    vonRolf Schwickert
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Mücke(rs). Alte und zum Verkauf stehende Gebäude stehen in den Mücker Ortsteilen meist nicht lange leer. Diesen Eindruck hat Bürgermeister Andreas Sommer gewonnen und er ist zufrieden mit der Nachfrage und somit dem Leben in den Dörfern. Etwas schwierig gestaltet es sich jedoch, wenn bei einem Objekt die Erben den Nachlass nicht übernehmen und die Immobilie an das Land fällt. Verkaufsverhandlungen können sich dann manchmal hinziehen und die Gebäudesubstanz wird mit der Zeit des Leerstandes nicht besser.

Mehr Zuschüsse mit Feldwegesatzung

Eine Folge dieses Umstandes ist derzeit in der Schillerstraße (Zufahrt zur Grundschule) in Ober-Ohmen zu sehen, wo die Gemeinde den Bereich des Fußweges neben einem einsturzgefährdeten Schuppen vorsichtshalber gesperrt hat. Eine "Hängepartie" befürchtet der Bürgermeister auch im Fall eines Hauses in der Ortsmitte von Wettsaasen. Ein Objekt daneben war nach jahrelangem Verfall abgetragen worden. Der so gewonnene Freiraum bereichert inzwischen den als Bürgertreffpunkt gestalteten Platz.

Um Flächen außerhalb der bebauten Ortslagen ging es am Dienstagabend in zwei Ausschüssen, denn der Bürgermeister informierte über eine geplante Feldwegesatzung. Dabei stehe nicht der Gedanke im Vordergrund, dass gemeindliche Wege im Laufe der Jahre untergepflügt oder auch nur beschnitten worden seien.

Gleichwohl hatte Sommer einige Luftbilder und Katasterpläne übereinander gelegt, um einen Eindruck zu vermitteln. "Da fehlt hier und da mal ein halber Meter, aber es ist nicht großflächig weniger geworden, etwa bei einer Breite von sechs auf drei Meter", zeigte sich der Bürgermeister beruhigt.

150 Jahre Vogelsbergbahn

Anders sehe es in Nachbarkommunen wie beispielsweise Homberg aus, wo die Stadt seit einiger Zeit bemüht sei, ihr Eigentum wieder herstellen zu lassen. Die angestrebte Satzung habe einen finanziellen Hintergrund, erläuterte Sommer, der bei der Flurbereinigung Atzenhain schon positiv greifen könne.

Denn seither bekommt die Gemeinde 90 Prozent Zuschuss, mit einer Satzung sind es 100 Prozent. Unabhängig von der Satzung strebt der Bürgermeister an, sich wenigstens einmal im Jahr mit den Ortslandwirten zu treffen. Die Fraktionsvorsitzenden seien dabei auch gerne gesehen.

Zum Jubiläum "150 Jahre Vogelsbergbahn" steht nach Angaben des Bürgermeisters eine Kooperation mit dem Verein Kunstturm Mücke an. Und im Bahnhof Mücke soll unter anderem das Modell des Flensunger Bahnhofs ausgestellt werden.

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