Gemeindevertretersitzung unter den Vorgaben in der Coronakrise. FOTO: RS
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Gemeindevertretersitzung unter den Vorgaben in der Coronakrise. FOTO: RS

Einbruch bei der Gewerbesteuer

  • Rolf Schwickert
    vonRolf Schwickert
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Gemünden(rs). Durch die Coronakrise wird die Gemeinde weniger Geld einnehmen, andererseits stehen zusätzliche Kosten an. Das wurde bei der Sitzung der Gemeindevertretung am Donnerstag Abend deutlich. Die Mehrzweckhalle, in der ansonsten auch Ballsportarten betrieben werden können, bot den Rahmen für die Sitzung mit Abstandsvorgaben, so dass die rund drei Dutzend Menschen den Raum fast belegten. Unter den Zuhörern waren drei Personen, die regelmäßig kommen, sowie zwei Bedienstete der Verwaltung. Wegen der Coronakrise war auch die erste Sitzung des Jahres.

"Deutliche Einbrüche der Gewerbesteuer werden die Gemeindevertreter in diesem Jahr noch beschäftigen", kündigte Bürgermeister Lothar Bott an. Im ersten Quartal sei das schon bemerkbar, obwohl sich in dem Zeitraum der Coronavirus nur zu einem sehr geringen Teil habe auswirken können. Zum weiteren Verlauf des Haushaltsjahres schätzte Bott ein, "die Knaller kommen noch". Eine Prognose zum Jahresende sei indes schwer zu geben, das sei dann "Kaffeesatzleserei".

Zum Thema "Verzicht der Kindergartengebühren in der Zeit der Corona-Pandemie" informierte Bürgermeister Bott, in der Notbetreuung seien es 18 Kinder, in der kommenden Woche würden die Vorschulkinder dazu kommen. Für April und Mai bedeute ein Verzicht auf die Elternbeiträge rund 4200 Euro je Monat. Das sei auch perspektivisch zu erwarten. Einstimmig wurde beschlossen, auf die Elternbeiträge bis zur Wiedereröffnung der Kindertagesstätte "Siebenstein" zu verzichten.

Willkommensfeier

Prognosen zum Trotz hält sich die Zahl der Einwohner einigermaßen stabil, es sind sogar Zuzüge aus umliegenden Kommunen oder von weiter her zu verzeichnen. Vor diesem Hintergrund hatte die BGG einen Antrag auf eine Willkommensfeier für Neubürger gestellt. Tobias Reitz (BGG) erläuterte zum Antrag, die Veranstaltung solle sich an die jeweils im Vorjahr neu hinzu gekommenen richten. Man habe das Glück, dass in der Großgemeinde nur geringe Leerstände zu verzeichnen seien. Die Veranstaltung solle jeweils im ersten Quartal eines Jahres sein. Für die UBL signalisierte Jürgen Lutz Zustimmung, und auch Bürgermeister Lothar Bott fand die Anregung positiv. Er fragte aber nach, wie das ablaufen solle, wer das ausrichte, und in welchem Umfang Mittel zur Verfügung gestellt würden. Tobias Reitz meinte, eine Miete der Halle falle nicht an. Wenn sich die Gemeinde repräsentiere, sei sicher der Bürgermeister vorne dabei, im Rahmenprogramm würden sich wohl gerne Vereine präsentieren. Walter Momberger (BGG) regte 1000 Euro als finanziellen Rahmen an. So soll einstimmig verfahren werden.

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