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Neun Bauplätze gibt es noch auf einem Südhang in Höckersdorf.

Eigenheim in Mücke gefragt

  • vonJutta Schuett-Frank
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Mücke (sf). Lange Zeit schien es, als sei das Leben auf dem Lande aus der Mode geraten. Die stark ansteigenden Immobilienpreise, ein zunehmendes Bewusstsein für ein ländliches Familienleben und die größer werdende Flexibilität im Arbeitsleben durch Homeoffice-Angebote haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass das Leben auf dem Lande wieder an Attraktivität gewonnen hat.

Das ist eine Entwicklung, die man auch in Mücke bemerken kann und zugleich eine Chance, die man nutzen sollte, äußern die Freien Wähler in einer Pressemitteilung.

»Verlief der Grundstücksverkauf im Baugebiet Wallenbach gegenüber der Gesamtschule vor wenigen Jahren noch eher schleppend, so konnte das gesamte Baugebiet innerhalb der vergangenen drei Jahre verkauft werden. Die letzten 13 Bauplätze wurden im Dezember in einem Streich veräußert«, erklärt Wilhelm Wild (Vorsitzender des Bau-, Landwirtschafts-, Umwelt- und Verkehrsausschusses) die aktuelle Situation in Mücke, »sodass in Mücke seitens der Gemeinde nur noch zwölf Bauplätze (neun in Höckersdorf und je einer in Ruppertenrod und Sellnrod) zum Verkauf zur Verfügung stehen«. »Das ist zu wenig«, finden die Freien Wähler unter Anbetracht der Vielzahl an Anfragen. »Unser Ziel ist es - mit Augenmaß - möglichst in allen Ortschaften der Gemeinde Mücke eine Erweiterung der Baugebiete voranzutreiben«, betont Loris Plate (Ruppertenrod), »denn wir möchten, dass sich die Familien ihren individuellen Traum vom Eigenheim in ihrer Heimat verwirklichen können.« Mit der anvisierten Erschließung des Baugebietes »Flensunger Hof II« im Ortsteil Flensungen geht die Gemeinde nach Ansicht der FW einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. Dort solle in Kürze der erste Spatenstich erfolgen. »Weitere Ankäufe wurden in Sellnrod und Groß-Eichen getätigt«, berichtet Klaus Müller (Sellnrod), »nun gilt es, die Erschließung hier zeitnah umzusetzen, damit die Interessenten möglichst schnell die Möglichkeit zum Bauen bekommen.«

Drogeriemarkt wünschenswert

Die positive Entwicklung im Baugebiet »Wallenbach« und die starke Nachfrage nach Bauplätzen zeigt aus Sicht der FW derzeit deutlich, dass Mücke als Lebensmittelpunkt, insbesondere für junge Familien gefragt ist. »Mücke ist mit der Anbindung an die Autobahn A 5 und der Bahnverbindung verkehrsgünstig gelegen. Die Naherholung liegt quasi direkt vor der eigenen Haustür. Ein großer Vorteil, der uns gerade erst wieder durch die Pandemie deutlich gemacht wurde«, äußert sich Dennis Pfeil (Nieder-Ohmen). »Aktuell hält der Ansturm auf die Baugebiete an. Mücke ist lebenswert, und daran möchten wir anknüpfen«, betont Günter Zeuner (Ruppertenrod). »Die Wünsche und Anregungen seitens der Bevölkerung nach einer Erweiterung der Einkaufmöglichkeiten im Zentrum von Mücke, zwischen Merlau und Flensungen, nehmen wir gerne auf, denn auch wir glauben, dass zum Beispiel ein Drogeriemarkt eine starke Bereicherung für Mücke wäre.« Als positives Signal sei zudem die hausärztliche Versorgung zu sehen. »Wir freuen uns sehr darüber, dass die ärztliche Versorgung durch das Engagement der Praxen in Nieder-Ohmen und Ruppertenrod auch zukünftig gesichert sein wird. Dieses Angebot wird durch die Kinderarztpraxis in Flensungen abgerundet, was speziell für junge Familien wichtig ist«, betont Sebastian Schneider (Flensungen).

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