Die Kosten für das neue Tanklöschfahrzeug (r.) belaufen sich auf rund 325 000 Euro, wobei das Land Hessen die Anschaffung mit einem Förderbescheid mit bis zu 30 Prozent unterstützt. FOTO: SF
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Die Kosten für das neue Tanklöschfahrzeug (r.) belaufen sich auf rund 325 000 Euro, wobei das Land Hessen die Anschaffung mit einem Förderbescheid mit bis zu 30 Prozent unterstützt. FOTO: SF

Drehleiter kostet 493 Euro

  • Rolf Schwickert
    vonRolf Schwickert
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Mücke(rs). Sie sind größer geworden, schneller, und verfügen über eine enorme Bandbreite an Ausrüstung: Die Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehren sind für alle Notfälle gerüstet, das ehrenamtliche Personal entsprechend ausgebildet. Das alles kostet Geld. Deshalb ist es aus Sicht von Bürgermeister Andreas Sommer an der Zeit, den gestiegenen Kosten für die Allgemeinheit auch die Gebühren für die entgeltlichen Einsätze anzupassen.

In einer Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch im Dorfgemeinschaftshaus von Nieder-Ohmen erläuterte Sommer zur Neufassung der Satzung für die Feuerwehr, die Rechtsgrundlage habe sich für viele Sachverhalte geändert, und die Gebührenordnung sei deshalb jetzt völlig neu ausgearbeitet worden. Denn einige Fahrzeuge seien in den vergangenen Jahren neu angeschafft worden, die nach der seitherigen Satzung nicht hätten berechnet werden können. Die Steigerung zeige, dass man in der Gemeinde damit überfällig war. Allerdings: Es gibt auch einige Positionen, die für die Nutzer mit der neuen Satzung deutlich günstiger kommen werden. An den Beratungen nahm auch Gemeindebrandinspektor Martin Schlosser teil.

Eklatant ist der Unterschied bei der Gebühr für den Einsatzleitwagen. Bislang schlugen für das Führungsfahrzeug 35 Euro in der Stunde zu Buche, Jetzt liegt der Satz nach Berechnung der tatsächlichen Kosten bei einer Obergrenze von 225,27 Euro je Stunde. Weil die Erfahrung zeigt, dass die Feuerwehrleute nicht immer eine Stunde lang arbeiten müssen, sind in der Satzung auch die Sätze für Viertelstunden vorgesehen. Dann kostet der Einsatzleitwagen nur 56,32 Euro.

Wie erwartbar kosten die großen Fahrzeuge zur Hilfeleistung, zum Löschen oder zur Menschenrettung das meiste Geld. So lautet der Stundensatz für das Hubrettungsfahrzeug 493,09 Euro. Der Wagen war seither für 190 Euro zu haben. Ähnlich sieht es aus beim Tanklöschfahrzeug und dem Hilfeleistungsfahrzeug. Deren Stundensätze lauten auf 481,30 Euro (seither 157,50) beziehungsweise 356,76 Euro (125 Euro). Da erscheinen Tragkraftspritzenfahrzeuge mit und ohne Wasser mit 50,42 Euro beziehungsweise 21,53 Euro geradezu als Schnäppchen. Und beide Fahrzeuge sind günstiger geworden. Seither waren 95 Euro beziehungsweise 70 Euro berechnet worden. Und auch die Personalkosten sind auf der Grundlage der seitherigen tatsächlichen Kosten bestimmt worden. Demnach sinkt der Stundensatz von 25 Euro auf 10,02 Euro. Und es gibt Gebührensätze für Dienstleistungen der Atemschutzwerkstatt für Feuerwehren aus anderen Großgemeinden. Für die kostet das prüfen eines Atemschutzgerätes jetzt 17 Euro.

Der Ausschuss empfahl den Satzungsentwurf einstimmig zur Annahme.

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