Deutschlandweit Aktionen gegen A 49

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Homberg(pm). Am kommenden Freitag finden deutschlandweite Aktionen anlässlich des geplanten Ausbaus der A 49 und der damit verbundenen Rodung des Dannenröder Waldes statt.

Unter anderem ist eine 24-Stunden-Mahnwache in Wiesbaden vor dem hessischen Landtag geplant. Das neu gegründete Solidaritätsbündnis, bestehend aus lokalen Bürgerinitiativen sowie regionalen und überregiona- len Klimagerechtigkeitsgruppen, ruft unter dem Motto "Wald statt Asphalt" zum Erhalt des mittelhessischen Dannenröder Walds und zu einer umfassenden Mobilitätswende auf. "Seit 40 Jahren gibt es Widerstand gegen den Ausbau dieser Autobahn. Und zurecht: Die A 49 ist ein Planungsdinosaurier, der absolut nicht mehr zeitgemäß ist. Zukünftige Verkehrskonzepte dürfen nicht länger mit Umweltzerstörung einhergehen. Die Zerstörung eines Wasserschutzgebiets, das 500 000 Menschen mit sauberem Trinkwasser versorgt, werden wir nicht zulassen", sagt Barbara Schlemmer von der Bürgerinitative "Keine A 49".

Bereits am 23. Juni trat das Bündnis mit einer Demonstration vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in Erscheinung. Nun kündigt "Wald statt Asphalt" an, den bisher lokalen Widerstand bundesweit zum Thema zu machen. "Mit diesem Bündnis haben wir eine breite Basis geschaffen, die sich gemeinsam für den Erhalt des Waldes einsetzt. Wir können uns nicht erlauben, dass ein gesunder Mischwald in Zeiten von Hitzesommern und Dürrejahren für die Kapitalinteressen von Wenigen zerstört wird", sagt Lilly Claudi vom "Wald-statt-Asphalt"-Bündnis.

"Wenn die Grünen in der hessischen Landesregierung die Räumung und Rodung des Dannis ( Dannenröder Wald, d. Red.) zulassen, verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit in Sachen Klimaschutz. Das wird Auswirkungen auf die Bundestagswahl 2021 haben", sagt Leonard Diez von "Fridays for Future".

Aktionswoche ab dem 7. September

Der Aktionstag ist Auftakt einer bundesweiten Kampagne zum Dannenröder Wald unter dem Motto "Wald statt Asphalt". Als nächstes steht ab Montag, dem 7. September, eine Aktionswoche an, die in einer bundesweiten Demonstration am Freitag, dem 11. September, in Wiesbaden mündet.

Im Bündnis gegen die A 49 vertreten sind Aktivisten aus der Waldbesetzung sowie die Gruppen "Aktion Schlagloch", Bürgerinitiative "Keine A 49", "Danni Soli Gruppen" in Leipzig, Berlin und Marburg, "Ende Gelände", "Extinction Rebellion", "Fridays for Future", das "KoalaKollektiv", "Sand im Getriebe" sowie Ortsgruppen von Greenpeace.

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