Um falsche Ergebnisse bei Corona-Tests im Vogelsberg gibt es inzwischen heftige Diskussionen.
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Um falsche Ergebnisse bei Corona-Tests im Vogelsberg gibt es inzwischen heftige Diskussionen.

Was läuft da schief?

Corona-Tests reihenweise falsch: Problem im Vogelsbergkreis zieht immer weitere Kreise

In der Corona-Krise brauchen Menschen Sicherheit. Im Vogelsbergkreis sorgen nun reihenweise falsche Ergebnisse bei Corona-Test für das Gegenteil. 

  • Corona-Tests im Vogelsbergkreis: 14 Tests in Folge falsch
  • Problem offenbar im Vorgehen eines Mainzer Labors
  • Heftige Auswirkung en auf Betroffene

Vogelsbergkreis - Mittlerweile sind es im Vogelsbergkreis 14 Corona-Tests in Folge, deren zunächst positives Ergebnis sich im Nachhinein als falsch herausstellte. Deshalb fordern Landrat Manfred Görig und Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak die Kassenärztliche Vereinigung Hessen auf, das Untersuchungslabor zu wechseln. "Wir brauchen Sicherheit, deshalb dürfen Proben nur an die Labore gegeben werden, die nach dem sogenannten Screeningtest auch eine Bestätigungsuntersuchung auf ein zweites Gen durchführen."

Falsche Corona-Tests: Positive Ergebnisse im Vogelsbergkreis stellen sich als falsch heraus

Ein landesweit einheitliches Vorgehen bei der Testung auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 hatten Görig und Erster Kreisbeigeordneter Mischak aus dem Vogelsbergkreis bereits vergangene Woche gefordert, denn bis dahin waren zehn solcher unvollständigen Ergebnisse, die sich im Nachhinein als falsch erwiesen hatten, beim Vogelsberger Gesundheitsamt eingegangen.

Mittlerweile sind es 14. Die Betroffenen hatten im Testcenter der Kassenärztlichen Vereinigung in Alsfeld einen Abstrich nehmen lassen, das von der KV beauftragte Labor meldete jeweils ein positives Ergebnis. Der vom Vogelsberger Gesundheitsamt angeordnete zweite Test über das Eichhof-Krankenhaus Lauterbach wies hingegen negative Ergebnisse auf.

Falsche Corona-Tests: Erhebliche Konsequenzen für Betroffene im Vogelsbergkreis

"Das Problem liegt nach wie vor im analytischen Vorgehen eines Mainzer Labors, welches nicht spezifisch auf mindestens zwei Covid-19-Gene zu analysieren scheint", erklärt Mischak in einem Schreiben an die Kassenärztliche Vereinigung. Anders seien die in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang und mehreren Fällen aufgetretenen Widersprüche nicht zu erklären.

"Positive Testergebnisse ziehen ganz erhebliche Konsequenzen in beruflicher, betreuungstechnischer und nicht zuletzt auch finanzieller Hinsicht für die Betroffenen nach sich", gibt Mischak zu bedenken. "Wir haben uns daher dazu entschlossen, positive Testergebnisse, die über das Labor in Mainz unser Gesundheitsamt erreichen, nicht mehr als ausreichend zu akzeptieren. Es kann schließlich kein Dauerzustand sein, dass sich Betroffene doppelt testen lassen müssen."

"Wir fordern die Kassenärztliche Vereinigung daher auf, das Labor zu wechseln beziehungsweise dafür zu sorgen, dass die Testung in der Mainzer Einrichtung zuverlässig vorgenommen wird - also mit der nötigen zweiten Bestätigungsuntersuchung", erklärt Landrat Görig aus dem Vogelsbergkreis. "Wird dieser Forderung nicht nachgegangen, werden wir das Testcenter der KV in Alsfeld nicht mehr empfehlen." (red)

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