Corona-Ampel auf Rot

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Bisher kannte man solche Bilder aus Asien: Menschen mit Mund-Nase-Masken in Fußgängerzonen. Aber ab morgen ist das auch im Vogelsbergkreis Pflicht - ebenso auf Marktplätzen und im Innenstadtbereich. Grund ist der Anstieg der Corona-Fälle am Wochenende. Es besteht eine Sieben-Tage-Inzidenz von 52,1. Weil viele neue Fälle durch Feiern begründet sind, appelliert Gesundheitsdezernent, Dr. Jens Mischak, soziale Kontakte bewusst zu reduzieren.

Die Corona-Ampel im Vogelsbergkreis ist innerhalb kürzester Zeit von Orange auf Rot umgesprungen: Der Inzidenzwert hatte bereits am Samstag die nächste kritische Marke von 50 überschritten, sodass weitere beschränkende Maßnahmen umgesetzt werden müssen. Der Vogelsbergkreis hat daher eine weitere Allgemeinverfügung erlassen, die am Mittwoch in Kraft tritt.

Zwei neue Fälle am Montag gemeldet

"Die Lage ist ernst, die Fallzahlen sind innerhalb kürzester Zeit rasant angestiegen", sagt Gesundheitsdezernent Dr. Jens Mischak. Mitverantwortlich dafür waren unter anderem Feiern im privaten Bereich. "Wir alle müssen daher unsere sozialen Kontakte bewusst reduzieren. Alles, was nicht zwingend nötig ist, muss zurückgestellt werden." Der Erste Kreisbeigeordnete appelliert: "Denken Sie an sich und an andere."

Nachdem beim Gesundheitsamt des Vogelsbergkreises am Montag zwei neue Corona-Fälle gemeldet worden sind, liegt die Inzidenz nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 52,1 (Stand 26. 10. 2020, 0 Uhr). Die beiden neu Erkrankten befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Die Übersicht für den Vogelsbergkreis: Fälle insgesamt: 270; Genesene: 198; Verstorbene: 6; aktive Fälle: 66.

Ab Mittwoch gilt: Für öffentliche Veranstaltungen wird die maximale Teilnehmerzahl auf 100 Personen begrenzt. Bei öffentlichen Veranstaltungen, in öffentlichen Einrichtungen, bei Trauerfeierlichkeiten, in Kirchen und vergleichbaren Räumen, wird das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung angeordnet. Sie ist zusätzlich auch am eigenen Sitzplatz zu tragen. In ambulanten Pflegediensten und Werkstätten für Menschen mit Behinderung gilt ebenfalls Maskenpflicht. Dies gilt auch für Fußgängerzonen, Marktplätze und Innenstadtbereiche.

Bei privaten Veranstaltungen in öffentlichen oder angemieteten Räumen mit vornehmlich geselligem Charakter (Feiern) wird die Teilnehmerzahl auf maximal zehn Personen oder zwei Hausstände beschränkt. Für private Zusammenkünfte und Feierlichkeiten in den eigenen vier Wänden wird eine Höchstteilnehmerzahl von zehn Personen oder zwei Hausständen ausdrücklich empfohlen.

Beim Sportbetrieb wird empfohlen, dass im Trainings- und Wettkampfbetrieb des Amateursports keine Zuschauer zugelassen werden. Ausgenommen von dieser Empfehlung sind jeweils eine erziehungsberechtigte Person pro minderjährigem Teilnehmer sowie Trainer und Betreuer.

Der Konsum von Alkohol im öffentlichen Raum sowie die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr sind zwischen 23 und 6 Uhr untersagt. Für gastronomische Einrichtungen und Vergnügungsstätten wird die Schließung in der Zeit von 23 bis 6 Uhr angeordnet. In Spielhallen, Museen, Schlössern, Gedenkstätten sowie Tierparks und Vergnügungsstätten müssen Besucher für die komplette Zeit des Besuches eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

In Gaststätten und Übernachtungsbetrieben sowie in Mensen, Kantinen, Cafés und Eisdielen müssen die Gäste beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten, in den Gängen und auch beim Gang zur Toiletten eine Mund-Na- se-Bedeckung tragen. Bei einem Transport durch Fahrdienste müssen Patienten eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch in Kraft. Der Text mit allen Erläuterungen ist auf der Homepage des Vogelsbergkreises unter https:// www.vogelsbergkreis.de/fileadmin/user_upload/Pressestelle/OffentlicheBekanntmachungen/AV_Plus50Neuinfektionen_26.10.20.pdf einzusehen.

Eine Aussetzung der Verordnung erfolgt, wenn die Inzidenz wieder mindestens vier aufeinanderfolgende Tage unterhalb von 50 liegt. Maßgeblich für die Zahl der Inzidenzen sind die Angaben des Robert-Koch-Institutes. Diese werden regelmäßig über die allgemein zugänglichen Medien kommuniziert und sind im Übrigen auch jederzeit über die Internetseite des Robert-Koch-Institutes (www.rki. de) abrufbar.

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