Szene aus "Der Berg ruft" mit dem Männerballett. FOTO: AU
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Szene aus "Der Berg ruft" mit dem Männerballett. FOTO: AU

Bonpflicht und Ohren zuhalten

  • vonDieter Graulich
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Ulrichstein-Feldkrücken(au). Ein "närrisches" Jubiläum feierte am Samstagabend der Feldkrücker Karnevals Klub (FKK), zum 22. Mal hieß es in der voll besetzten Narrhalla des Dorfgemeinschaftshauses "Feldkrücken Helau". Und es wurde ein gelungenes Jubiläum. Sitzungspräsidentin Stephanie Faust sorgte schon in ihrer Begrüßung für gute Stimmung bei der Bekanntgabe der Regularien. So müsse man der Bonpflicht nachkommen und deshalb werde immer eine gesamte Tischreihe bei der Bestellung abgerechnet, um die Anzahl der Bons so gering wie möglich zu halten. Um die Kosten für die GEMA zu senken, wäre es gut, wenn sich ein Großteil der Gäste bei der Musik die Ohren zuhält. Bei den Vorbereitungen zum Jubiläum habe man die Requisitenkammer aufgeräumt und ein paar Programmpunkte gefunden, die man verwende.

Dann präsentierte sich das Prinzenpaar mit Ann-Kristin I. und Benjamin I. Ann-Kristin hatte sich standesgemäß im letzten Jahr einen Kammerdiener zugelegt und "wäre bald eine AKK geworden".

Allerdings musste er sich fügen und sei nun einer vom Stamme Fuchs. Mit ihm zusammen verwirkliche sie das Projekt "Fuchsbau 2020" in den Hofäckern. Um Probleme im Magen- und Darmbereich ging es beim Sketch "In der Apotheke" mit Nicole Spamer, Monika Rühl II. und Stephanie Faust. Hier dauerte es eine geraume Zeit, bis das Personal das richtige Medikament hatte. Tänzerisch ging es mit den "Roten Funken" aus Ulrichstein weiter. Lisa-Marie Frank hatte einen Gardetanz mit den sieben Mädchen einstudiert, der sehr großen Anklang fand.

Viel Lustiges und Interessantes kam beim Dorfgeschehen ans Tageslicht. Bei der Unterhaltung zwischen der "Hundehaufen-Beauftragten" der Stadt alias Stephanie Faust und einer Hundebesitzerin, dargestellt von Elvira Faust, war einiges über die in den Dorfstraßen liegenden Hinterlassenschaften zu hören.

Dabei kam heraus, dass in einem Wohnzimmer ein Wolf gesichtet wurde, der sich später als Hund entpuppte, eine entlaufene Schildkröte wurde im benachbarten Kölzenhain eingefangen und die Kirchturmuhr in der Kernstadt zeige vier verschiedene Zeiten an.

Nichts zu berichten gab es über Bürgermeister Edwin Schneider, außer dass er Wasser gefunden hat, das allerdings eventuell "prähistorisch" sein könnte und damit nicht verwendet werden darf.

Orgelpfeifen und Männerballett

Zu einer Therapiestunde kamen im Vorjahr die Wochentage auf die Bühne, diesmal waren es drei Männer und zwei Frauen, die über ihre Phobien berichteten. Sie kamen nicht klar bei den Worten "Entschuldigung" und "aha", bei Wiederholungen oder bei peinlichen Pausen. Ausgegraben aus der Requisitenkammer hatte man auch die Kostüme für die Gesangsgruppe "Die Quetsche", die mit dem Lied "Juppheidi, juppheida" für viel Gelächter sorgte. Tänzerisch ging es dann mit dem Showtanz "Back to the 90" weiter.

Die "Orgelpfeifen" Arnold Dietz, Manfred Repp, Friedel und Christian Faust heizten danach mit dem Lied "Wir kommen aus dem Vogelsberg, doch das sieht man uns nicht an" die Stimmung weiter an, bevor das Männerballett unter dem Motto "Der Berg ruft" den Schlusspunkt unter das fast vierstündige Sitzungsprogramm setzte.

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