Vulkaneum

Blick zurück in eine feurige Vergangenheit

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Vor Jahrmillionen gab es im Vogelsberg unzählige Vulkane. Das neue Museum in Schotten nimmt die Besucher mit auf eine feurige Reise in die Vergangenheit.

Ein neues Museum zum Thema Vulkane ist am Wochenende in Schotten eröffnet worden (die AAZ berichtete). In dem neu gebauten interaktiven Erlebnismuseum namens Vulkaneum wird an zwölf Stationen auf einer Ausstellungsfläche von 420 Quadratmetern das Thema Vulkanismus für alle Altersklassen erklärt, wie der Geschäftsführer des Museums, Ralph Koster, im Gespräch sagte. Der Vogelsberg ist mit etwa 2500 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Vulkangebiet Mitteleuropas. Das Museum wurde innerhalb von rund zwei Jahren gebaut und kostete 3,7 Millionen Euro.

Zur Eröffnung kamen am Freitag zunächst etwa 140 geladene Gäste. Von Samstag an war das Museum dann auch für die Öffentlichkeit zugänglich. In der Ausstellung wird ein breiter thematischer Bogen gespannt von der Geologie, über die Verwitterung, die erste Besiedlung und dem Leben auf dem Vulkan bis hin zu Mythen und Legenden.

Den Besuchern bietet sich eine Zeitreise mit Multimedia-Installationen, inszenierten Räumen, interaktiven Exponaten und Experimentierstationen. Für die Inneneinrichtung wurden Vogelsberger Mammutbäume verwendet, die die Dachkonstruktion stützen

Museumsgeschäftsführer Koster erklärte: "Wir wollen unsere Gäste für die Geologie und die Erdgeschichte begeistern. Die Ausstellung ist populär-wissenschaftlich aufbereitet, damit jeder versteht, worum es geht." Die kostenpflichtige Führung dauert in etwa eine Stunde. Das Vulkaneum ist nicht nur die neue Erlebnis- und Informationsstation für Interessierte. Die Einrichtung ist auch ein wichtiger Baustein auf dem Weg zum nationalen Geopark. Für eine Anerkennung im Zertifizierungsverfahren will sich der Vogelsberg Ende 2017 oder Anfang 2018 bewerben, wie Koster sagte. Mit dem Museum sollen auch mehr Touristen und Tagesbesucher in den südlichen Vogelsbergkreis gelockt werden. Der Landkreis erwartet pro Jahr rund 25 000 Besucher im Vulkaneum.

Die rund 10 000 Einwohner zählende Stadt Schotten hat sich das Museum einiges kosten lassen. Von den Investitionen in Höhe von 3,7 Millionen stammen zwar 2,1 Millionen Euro aus Fördermitteln von Bund und Land, aber immerhin auch 1,6 Millionen Euro von der Stadt. Ab Oktober diesen Jahres soll es im neuen Museum auch regelmäßig Aufführungen aus den Bereichen Musik, Comedy, Theater und Kleinkunst geben.

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