Die Leitung der Seniorenresidenz Goldborn erarbeitet die Organisation von Besuchsmöglichkeiten nach einer Lockerung des Kontaktverbotes. FOTO: JOL
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Die Leitung der Seniorenresidenz Goldborn erarbeitet die Organisation von Besuchsmöglichkeiten nach einer Lockerung des Kontaktverbotes. FOTO: JOL

Besuch unter Auflagen bald möglich

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Homberg(pm). Das Besuchsverbot traf die Angehörigen und Bewohner der Alloheim Seniorenresidenz "Goldborn" gleichermaßen schwer, heißt es in einer Mitteilung aus dem Homberger Alten- und Pflegeheim. Ein Telefonat oder Briefe konnten das persönliche Treffen zwar nicht ersetzen, jedoch Einsamkeitsgefühlen ein bisschen vorbeugen. Doch jetzt sollen Besuche von Angehörigen in Seniorenresidenzen bald wieder möglich sein - allerdings nur unter strengen Auflagen und unter Einhaltung des Infektionsschutzes. Der Grund: pflegebedürfte Menschen und insbesondere Senioren zählen weiterhin zur Corona-Risikogruppe.

Besuchszeit wird begrenzt

"Der persönliche Besuch ihrer Liebsten fehlte unseren Bewohnern sehr", sagt Einrichtungsleiter Ludemberg Pereira de Lima. "Die uns am häufigsten gestellte Frage ist: Wann sind Besuche endlich wieder möglich?". Dass es nun Lockerungen beim Besuchsverbot geben wird, befürwortet er. Allerdings müsse bis dahin noch einiges Organisatorisches erledigt werden. "Alle Betreiber müssen sich hier an strenge Vorgaben des Landes halten und dem Gesundheitsamt sowie den Ordnungsbehörden ein detailliertes Besuchskonzept vorstellen. Erst wenn das genehmigt ist, können erste Besuche wieder stattfinden", sagt Pereira de Lima. Fest steht bereits, dass die Besuche zeitlich begrenzt sein werden. So soll mehreren Angehörigen die Möglichkeit gegeben werden, ihre Angehörigen zu sehen.

Weitere Auflagen sind: Alle Besuche müssen vorher angemeldet werden, es darf nur ein Angehöriger pro Bewohner in die Einrichtung kommen, es muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern bis 2 Meter während des gesamten Besuches eingehalten werden und es gelten strenge Hygieneregeln. Barriere-Maßnahmen wie Absperrungen, Plexiglasabtrennungen sollen darüber hinaus den direkten Kontakt zwischen Besucher und Bewohner als Schutzmaßnahme verhindern.

Tragen einer Maske ist Pflicht

Ebenso ist das Tragen eines dreilagigen Mund-Nasenschutzes Pflicht. Geschenke, Essen, etc. müssen weiterhin separat abgegeben werden und dürfen aufgrund des Infektionsschutzes nach wie vor nicht persönlich überreicht werden. "Ich kann verstehen, dass man sich so schnell wie möglich wiedersehen möchte, aber ich bitte noch um Geduld, erläutert Einrichtungsleiter Pereira de Lima, "wir arbeiten mit Hochdruck an den Besuchskonzepten und sind hier in einem engen Austausch mit den Behörden, um die notwendige Genehmigung durch diese kurzfristig zu erhalten." Für das Team der Einrichtung steht aber fest: Sobald die Genehmigung vorliegt, werden die Angehörigen umgehend informiert.

Gleichzeitig bittet Pereira de Lima darum, von diesbezüglichen Nachfragen aus Rücksicht auf die Pflegekräfte abzusehen. Bis die Genehmigung der Konzepte endgültig vorliegt, und darauf ist noch einmal hinzuweisen, "sind wie auch immer geartete Besuche nicht erlaubt".

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