+

TAGESANDACHT

Besonnen mit dem Leben umgehen

  • vonRedaktion
    schließen

Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

Dieses Wort aus dem 2. Timotheusbrief ist wohl eines der wichtigsten Bibelworte in diesen schlimmen Tagen. Das Coronavirus macht uns große Sorgen. Wie können wir uns schützen? Schaffen wir es, gesund zu bleiben? Wie können wir den Kranken helfen?

Das sind so viele Fragen. Eine Antwort auf alle diese Fragen auf einmal verlangt uns sehr viel ab. Und trotzdem, trotz aller Sorgen gehen wir ohne Furcht durchs Leben. Die Angst erdrückt uns nicht. Die Angst will uns die Kraft nehmen. Doch Gott gibt uns mehr Kraft. Denken wir manchmal daran, dass unsere Kräfte nicht reichen, so können wir fest darauf vertrauen, dass unsere Kräfte nicht die Grenzen aller Möglichkeiten sind. Gott wird uns weiterhelfen in den Augenblicken, in denen wir nicht weiterwissen. Dazu hat er ja seinen Sohn Jesus Christus zu uns Menschen geschickt. Er trägt und er erträgt für uns, was uns belastet.

Das heißt aber nicht, dass wir unsere Kräfte überschätzen dürfen. Denn Gott will, dass wir besonnen mit unserem Leben umgehen. Da denken wir an das, was wir gerne tun möchten. Wir wissen aber auch, was zurzeit nicht gut ist für uns und andere. Zu viel Nähe kann uns krank machen. Doch Gott hat uns auch den Geist der Liebe gegeben. Und Liebe zum Nächsten, das bedeutet, im Moment mit etwas Abstand zu leben. Aus dem Abstand ist guter Kontakt wichtig, damit es keinem, der Hilfe braucht, am Nötigen fehlt. So können wir alle die schwere Zeit überstehen, denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

So segne und behüte uns, Gott, der Allmächtige und Barmherzige, Vater, Sohn und Heiliger Geist.

Pfarrer Rolf Ehlert, Herbstein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare