Die Tanzeinlagen sorgen wieder für große Begeisterung beim närrischen Publikum. FOTOS: PM
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Die Tanzeinlagen sorgen wieder für große Begeisterung beim närrischen Publikum. FOTOS: PM

Besoffen funktioniert das Navi nicht

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Mücke-Merlau(pm). Zeremonienmeister Leon Appel eröffnete die erste Fremdensitzung des MCV. Der 11er-Rat mit Präsident Torsten Fischer zog mit der Senatorengarde in die bunt geschmückte und ausverkaufte Narrhalla im Saal Hörle ein. Traditionell machte Funkenmariechen Alicia Jäger den tänzerischen Auftakt. Mit viel Ausstrahlung und Können brillierte sie auf der Bühne und bekam wohlverdienten Applaus. Gardetanz in Perfektion zeigte dann die Senatorengarde des MCV. Das ist immer eine sportliche Höchstleistung. Einstudiert hatten den Tanz Tabea Köhl und Dania Schwarz.

Es folgte ein lustiges Zwiegespräch. Der knorrige Kerl (Kerstin Tröller) kannte Schiller nicht und wunderte sich über das Wissen der feinen Dame (Alexandra Merz), die ihm die Werke Schillers erklären wollte. Bei toller Musik ließen die Harlekins des MCV die Puppen tanzen. Die jungen Mädchen begeistern das Publikum bei jeder Sitzung aufs Neue. Trainerinnen sind Christina Stein und Carina Jäger.

Kostüme aus Kittelschürzen

Als Ehepaar Elke und Klaus kamen Nele Wulff und Niklas Jäger auf die Bühne: " Musst Du immer so spät nach Hause kommen? - Nein das mache ich freiwillig." Die FGA aus Atzenhain hatte ihre beiden Tanzmariechen mitgebracht. Dann füllten die Prinzenpaare aus Atzenhain, Beltershain, Geilshausen und Stangenrod die Bühne und der Präsident holte die Ehrensenatoren auf die Bühne. Danach präsentierten die Karnevalsfreunde Beltershain einen tollen Showtanz. Nach der Schunkelrunde hatte sich die Gruppe LEEEG (Loast’s erscht emol erimm gieh) mit Trainerin Regula Preisendörfer wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Die "Senjoren-Gadde" hatte die Kostüme aus Nachthemden oder Kittelschürzen selbst genäht und tanzte schwungvoll. Als Überraschungstänzer reihte sich Gerhard Wagner ein. Aus Sicherheitsgründen hatte er vor dem Auftritt Schutzhelme an Gäste verteilt.

Ein junger Mann, aber doch ein "alter Hase" ist Franklin Merz. Das "Dorfgeschwätz" war nicht nur für die Betroffenen ein gelungener Spaß. Aus Datenschutzgründen hatte er die Namen abgewandelt. So erkannte wirklich niemand "Forsten Tischer", der nach einer Sitzung nicht nach Hause lief, sondern auf der anderen Ortsseite am Bahnhof aufgegriffen wurde.

Und die Moral von der Geschicht: "Bist du besoffen, funktioniert dein Navi nicht". Als nächstes begeisterten "die Stangenröder Flammen". Als Büttencoach, der sein Buch "In 15 Minuten voll im Faschingsmodus" verkaufen wollte, agierte Karsten Berg. Er suchte sich einen Gast für die Bütt aus (Benjamin Kraft), den wollte er zum perfekten Redner machen. Sein Tipp: "Wenn du nicht mehr weiter weißt, wird ein Liedchen eingespeist".

Die "NoNames" vom MCV überzeugten mit ihrem Können und tollen Kostümen zum Thema "Alice im Wunderland". Der Funke sprang sofort über. Ein weiteres Highlight und sicher die Überraschung des Abends war Feline Preisendörfer. Was sie auf die Bühne brachte, war sensationell. Sie "erzählte" die Geschichte einer Nonne, die zur Showtänzerin wurde. "Zeig mir den Himmel" brachte donnernden Applaus und Standing Ovations.

Die "Fraa Fischer" Sina Fischer ist bekannt als Single "Lilly 2.0". Aber jetzt hat sie aus ihrem eigenen Leben erzählt. Ihr Motto: Feiern ist schön! Bei den Nachbarn gab es eine Party, bis zwei Polizisten klingelten und Sina erfreut rief: "Mädels, die Stripper sind da".

Wenn es morgens klingelt, findet sie nur den Zettel von DHL "Ihr Paket liegt bei...". Den Nachbarn gibt es aber gar nicht. "Es arbeiten bestimmt alle bei DHL, die früher beim Klingelstreich spielen als erstes fort waren." Arabisches Flair gab es beim Tanz "1000 und 1 Intrige". Die Showtanzgruppe Struwwelichs vom MCV zeigten ihr ganzes Können. Trainerinnen: Tabea Köhl und Katharina Krause (Näharbeiten Beate Viehmann).

Zwerge beim Feierabendbier

Ein junger Mann hat sich einmal daneben benommen, prompt wurde er auf einen Bauernhof zum Arbeiten geschickt. Hier war mit den "Inkognitos" gute Laune garantiert. Trainerin Henrike Jakobi hatte sich wieder etwas Tolles einfallen lassen. Die "gute Seele" der Männertruppe ist Alexandra Merz.

Zum guten Brauch gehört beim MCV, dass der Elferrat den letzten Punkt im Programm übernimmt. "Schneewittchen und die 7 Zwerge" wurde mit viel Engagement von Daniela Schomber eingeübt. Die fleißigen Zwerge treffen sich nach der Arbeit immer zum Feierabendbier im Gasthof Hörle. Als Geschichtenerzähler fungierte Dennis Wollmann.

Zum großen Finale wurden alle Aktive auf die Bühne geholt. Alle sangen zum Abschluss einer wunderschönen Sitzung gemeinsam das MCV- Lied "Tolle Tage, tolle Nächte".

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