Behindertenbeirat nötig?

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In sehr vielen Kreisen existieren bereits Behindertenbeiräte. Sie sollen die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung und ihre Chancen zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessern. Die Fraktion der Linken hatte deshalb im Kreistag beantragt, eine Anhörung einschlägiger Vereine und Verbände durchzuführen, um zu klären, ob ein solches Gremium auch im Vogelsberg von den Betroffenen gewünscht wird und in welcher Form es gegebenenfalls entstehen sollte. Die große Koalition aus CDU und SPD lehnte allerdings nicht nur die Einrichtung eines Beirates ab, heißt es in einer Pressemitteilung der Linken, sondern auch die Anhörung dazu.

In sehr vielen Kreisen existieren bereits Behindertenbeiräte. Sie sollen die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung und ihre Chancen zur gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessern. Die Fraktion der Linken hatte deshalb im Kreistag beantragt, eine Anhörung einschlägiger Vereine und Verbände durchzuführen, um zu klären, ob ein solches Gremium auch im Vogelsberg von den Betroffenen gewünscht wird und in welcher Form es gegebenenfalls entstehen sollte. Die große Koalition aus CDU und SPD lehnte allerdings nicht nur die Einrichtung eines Beirates ab, heißt es in einer Pressemitteilung der Linken, sondern auch die Anhörung dazu.

Der Behinderten- oder Inklusionsbeirat soll sich aus Sicht der Linken als »Lobby für Menschen mit Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen« verstehen und die Umsetzung von Barrierefreiheit nicht nur für Menschen mit Mobilitätsbehinderungen, sondern auch für Menschen mit intellektuellen und kognitiven Beeinträchtigungen sowie psychischen Erkrankungen vorantreiben.

Zielsetzung sollte auch eine Bündelung der Interessen der im Kreis tätigen Organisationen, Verbände, und Selbsthilfegruppen sein. Die große Koalition habe auf eine ehrenamtliche Beauftragte für Integration, Inklusion und Gleichstellung beim Kreisausschuss verwiesen, bedauert die Linke. Auf der Homepage des Kreises kämen aber unter der Überschrift »Konkrete Aufgaben der Integrations-, Inklusions- und Gleichstellungsbeauftragten« die Begriffe Behinderte oder Inklusion überhaupt nicht vor.

»Viele Behinderte, mit denen ich in den letzten Wochen gesprochen habe, halten ein Gremium für ihre Belange für dringend notwendig«, erklärt Dietmar Schnell, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Linken im Kreistag. Die notwendige Arbeit könne von einer ehrenamtlichen Kraft alleine nicht geleistet werden.

»Weil die große Koalition eine Anhörung über diese Frage ablehnt, würden wir uns freuen, wenn wir über die Presse oder durch Briefe oder E-Mails Meinungen Betroffener oder einschlägiger Verbände zu diesem Thema erfahren«, wünscht Schnell sich eine große öffentliche Debatte.

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