Die Abc-Schützen oben bei der Begrüßungsfeier am Dienstag und unten am Mittwoch jeweils in der Turnhalle. Unten sind dabei Schulleitungsvertretung Yvonne Dechert (l.) und Lehrerin Annika Welle (M.). FOTOS: EVA
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Die Abc-Schützen oben bei der Begrüßungsfeier am Dienstag und unten am Mittwoch jeweils in der Turnhalle. Unten sind dabei Schulleitungsvertretung Yvonne Dechert (l.) und Lehrerin Annika Welle (M.). FOTOS: EVA

Begrüßungslied erklingt vom Band

  • vonHannelore Diegel
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Gemünden(eva). Die Zuckertüte im Arm, den Ranzen auf dem Rücken - endlich geht es für die Kinder zur Schule. Die Einschulung ist etwas ganz Besonderes. Und dieses Jahr ist sie das erst recht. Wegen Corona mussten Erstklässler nämlich auf einiges verzichten. Auf die Großeltern etwa, weil jeweils nur zwei Familienmitglieder die Abc-Schützen zur Schulanfangsfeier begleiten durften.

Für insgesamt 21 Abc-Schützen begann nun auch in der Pestalozzischule in Nieder-Gemünden ein neuer Lebensabschnitt. Zur Wahrung des Sicherheitsabstandes hatte man sich entschieden, die Schulanfangsfeier auf zwei Tage zu verteilen. So waren es am Dienstag neun und am Mittwoch elf Kinder, die eingeschult wurden, und ein weiterer Schüler kommt am heutigen Donnerstag dazu.

Begonnen wurde jeweils am Dienstag und am Mittwoch mit Schulanfangsgottesdiensten in der evangelischen Kirche in Nieder-Gemünden. Pfarrerin Ursula Kadelka erläuterte den Kindern das besondere Geschenk, nämlich Gottes Segen, den die Kirchengemeinde den Schulanfängern mitgeben möchte und der sie wie ein schützender Schirm auf dem Schulweg begleiten möge.

Unterstützung durch Eltern wird erwartet

Als "ersten großen Meilenstein" im Leben bezeichnete Lehrerin Yvonne Dechert, die die Schule seit über einem Jahr als "Abwesenheitsvertretung der Schulleitung" leitet, den ersten Schultag im Leben bei der anschließenden Begrüßungsfeier in der Turnhalle der Pestalozzischule. Denn jetzt beginne der Ernst des Lebens, wie die Großen sagen würden. "Eine spannende Zeit liegt vor Ihnen und Ihren Kindern", wandte sich Yvonne Dechert an die Eltern. Die größte Herausforderung sei es nun, das "Lernen zu lernen", und dabei baue man seitens der Schule vor allem auch auf die Unterstützung der Eltern, denen sie, ebenso wie den Erstklässlern, eine schöne Zeit in der Schulgemeinschaft wünschte.

Einschulungsfeiern spielen traditionell eine große Rolle in der Pestalozzischule und gehören zu den Höhepunkten des Schuljahres. "Aufgrund der ungewöhnlichen Situation durch Corona, die für uns alle neue Herausforderungen gebracht hat, mussten wir von unseren eigentlichen Ritualen bei der Einschulung abweichen und einen neuen Weg einschlagen." Daher feiere man dieses Mal etwas gemütlicher und in einem kleineren Kreis. Da man auch auf die sonst übliche Programmgestaltung durch die Schulklassen hatte verzichten müssen, waren es einzelne Schüler der beiden vierten Klassen, die ihre neuen Mitschüler mit aufmunternden Gedichten willkommen hießen, und das obligatorische Begrüßungslied "Einfach klasse, dass du da bist" erklang in diesem Jahr vom Band.

Im Namen des im April gegründeten Fördervereins der Pestalozzischule hießen deren Vorsitzende Yvonne Schmidt und zweiter Vorsitzender Heiko Schultheiß die Kinder in der Schulgemeinde herzlich willkommen.

Wie Schulleitungsvertreterin Yvonne Dechert auf Anfrage informiert, ist die Lehrerzuweisung in der Pestalozzischule in Gemünden zufriedenstellend, und für die derzeit vakante Schulleiterstelle laufe zurzeit eine entsprechende Stellenausschreibung.

Auf dem Schulhof der Pestalozzischule ist inzwischen nach drei Schultagen unter Corona-Bedingungen so etwas wie eine kleine Routine eingekehrt. Während die Kinder derzeit dem Unterricht ohne Masken folgen können, lautet die Regel für draußen "nur mit Maske", mit wechselnder Trennung der Klassen während der Pausen auf dem oberen und unteren Schulhofgelände.

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