Beim 35. Fealler Bauern- und Spezialitätenmarkt ist in Groß-Felda vor dem Hintergrund der Coronakrise der Ablauf anders als sonst. FOTO: HSO
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Beim 35. Fealler Bauern- und Spezialitätenmarkt ist in Groß-Felda vor dem Hintergrund der Coronakrise der Ablauf anders als sonst. FOTO: HSO

Bauernmarkt mit Abstand

  • vonHerbert Schott
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Beim 35. Fealler Bauern- und Spezialitätenmarkt war am Freitag vor dem Hintergrund der Coronakrise der Ablauf ganz anders als sonst. Aber eins vorneweg: Alles lief gut! Denn die Besucher brachten dieser neuen Situation viel Verständnis entgegen, und ihr Verhalten war bei ihren Einkäufen vorbildhaft.

Der Gewerbeverein Feldatal hatte für die notwendige Sicherheit der Besucher und der Marktbetreiber gesorgt. Mit entsprechenden Hinweisschildern wurde auf den Mindestabstand beim Einkaufen hingewiesen. Auch wurden die Besucher bereits im Vorfeld über das Verkündigungsblatt, soziale Medien und die entsprechenden Presseorgane aufgefordert, möglichst allein den Markt zu besuchen. Für die Überwachung der Vorschriften sorgten Mitglieder des örtlichen Gewerbevereins.

Weil der Fealler Bauern- und Spezialitätenmarkt kein Markt der politischen Gemeinde ist, hatte Bürgermeister Leopold Bach die Verantwortlichen des Gewerbevereines bereits vorher auf die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen eingeschworen. Man sah Menschen mit und ohne Mundschutz, beziehungsweise Handschuhen und Stände mit Plexiglasscheiben. Der Abstand zum Vordermann wurde eingehalten, und da, wo die Schlange der Wartenden mal etwas länger war, blieb alles sehr entspannt.

Michael Schneider, der Vorsitzende des Gewerbevereins, zeigte sich erfreut darüber, dass auch in diesem Jahr die bekannten Anbieter der vergangenen Jahre mit dabei sind, aber auch der eine oder andere Neue mit ins Boot genommen werden konnte. Erstmals mit dabei war die Hofkäserei Melchiorsgrund aus Schwalmtal mit ihren unterschiedlichen Sorten von Rohmilchkäse. Auch zum ersten Male in Groß-Felda vertreten war Katja Wittmann aus Grebenhain-Metzlos mit handverarbeiteten regionalen Produkten wie herzhaften Brotaufstrichen, Fruchtaufstrichen und diversen Likören von A-Z.

Im Angebot waren weiterhin hand- und hausgemachte Bonbons von Gabriele Weiss-Singh aus Steinau. Oberhessische Fleisch- und Wurstwaren, sowie Brot aus eigener Herstellung bot Bernd Weiß aus Unter-Seibertenrod an, Eier und selbst gemachte Nudeln sowie Brotaufstriche, Pesto, Soßen und Sirup verkaufte Heike Kirsten aus Köddingen in Kooperation mit der Familie Schlitt aus Vockenrod.

Wieder mit dabei war auch Patricia Heilbronn mit Schafskäse. Norbert Jacobi aus Kirtorf hatte Wildwurst im Angebot, und bei Imker Dieter Schmidt aus Fischbach konnte man die unterschiedlichen Honigsorten verkosten und kaufen. Bei Heike Sauerbier vom Warthof in Grünberg waren an diesem Tag frischer Rhabarber und der "Äbbelino", ein Apfel-Tischperlwein neben Obstlikören und -weinen die Renner.

Tolle Atmosphäre

Schon gleich um 14 Uhr herrschte auf dem Platz vor der Feldahalle ein reges Treiben, wenn einem auch die Zahl der Besucher diesmal weniger erschien. Über den Tag gesehen waren es sicherlich nicht weniger Kunden als sonst, aber da die üblichen Aufenthaltsgelegenheiten fehlten, kam es einem so vor. Was bei diesem Bauernmarkt allen Besuchern aber fehlte, das war der Duft von frischgebackenen Waffeln mit Sahne, dazu ein Tässchen Kaffee, oder die herzhafte Rostbratwurst und der Flammkuchen. Denn gerade durch diese Angebote hat sich der kleine Markt in den letzten Jahren zu einem regelrechten Kommunikationszentrum gemausert, wo man gerne die Geselligkeit und das Schwätzchen mit Freunden pflegte.

Deshalb waren die Besucher glücklicherweise über den gesamten Tag verstreut gekommen, es bildete sich nicht zu bestimmten Zeiten die geselligen Treffs an den Essen- und Getränkeständen.

Matthias Thiemer aus Altenburg kommt schon all die Jahre, denn ihm gefällt der kleine, aber doch sehr persönliche Markt in Groß-Felda. Auf die Tasse Kaffee oder mehr kann er, wie auch die vielen anderen Besucher, aus den bekannten Gründen gerne verzichten. Es kommen sicher wieder bessere Zeiten, so lautete der übereinstimmende Tenor der Marktbesucher. Über den Tag gesehen waren alle Anbieter zufrieden, und auch der Gewerbeverein zog am Ende eine positive Bilanz.

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