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Auto von Bündnismitglied demoliert

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Homberg(pm). Nach eigenen Worten "mit Entsetzen" hat das Aktionsbündnis "Keine A 49" zur Kenntnis genommen, dass auf den Pkw eines der Mitglieder ein Anschlag verübt wurde. In der Nacht zum vergangenen Samstag wurde zwischen 21 und 7.30 Uhr der Wagen auf dem Privatgelände in einem Homberger Stadtteile unter dem Einsatz von Steinen und Dachziegeln demoliert. Scheiben wurden eingeworfen. Die geschädigte Person hat Strafanzeige gestellt. "Die Tat wird von uns als politisch motivierte Straftat eingeschätzt, da ihr entsprechende verbale Äußerungen vorangegangen sind," sagt Barbara Schlemmer vom Aktionsbündnis.

Das Aktionsbündnis "Keine A 49" verurteile diese Tat "auf das Allerschärfste". "Unsere Mitglieder setzen ausschließlich friedliche Mittel im Widerstand gegen den Weiterbau der A 49 ein. Niemals üben wir Gewalt gegen Sachen oder Personen aus. Daher ist es für uns vollkommen unverständlich, dass gegen eines unserer Mitglieder eine solche Attacke ausgeübt wird. Zur Ergreifung des beziehungsweise der Täter setzen wir eine Belohnung von 1000 Euro aus."

Bereits seit Beginn des Protestes seien an der Mahnwache und an Transparenten im Gleental Beschädigungen und Verwüstungen begangen worden. "Wir haben dazu bereits mehrere Strafanzeigen erstattet. Bisher haben wir dazu keine Mitteilungen herausgegeben." Die jetzige Tat mache dies jedoch notwendig. Das Bündnis appelliert an die Befürworter der A 49, "sachlich und friedlich zu bleiben". Kommentare, die zu Gewalt aufforderten, würden zur Eskalation beitragen. Man lasse manche Aufrufe auch strafrechtlich prüfen.

Für eine Verkehrswende und gegen den Weiterbau der A 49 fanden auch am Wochenende wieder Demonstrationen statt. So führte eine Fahrrad-Demo von Gießen über Marburg und anschließend weiter über die B 62 in den Dannenröder Wald zur Abschlusskundgebung.

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