Ausgleichsfläche für Windkraftanlagen im Gemeindeforst

  • Rolf Schwickert
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Mücke(rs). Flächenverbrauch für Neubauten und die daraus folgenden Kompensationsmaßnahmen beschäftigten bereits 2019 die Gemeindevertretung. Denn es war bekannt geworden, dass es keinen Überblick über Maßnahmen gab, Projekte nicht umgesetzt waren und auch nicht an Folgemaßnahmen gedacht wurde.

Das habe ihn entsetzt, hatte Bürgermeister Andreas Sommer bekannt gegeben, denn das dafür einzusetzende Geld werde bei anderen dringenden Sachen fehlen. Ein Mitarbeiter der Verwaltung habe Monate gebraucht, um die Gemeinde auf den Sachstand zu bringen.

Der Sachverhalt stellt sich nun bei den geplanten Windkraftanlagen am Kratzberg besser dar: Denn in Aussicht gestellte Ausgleichsmaßnahmen durch Flächenstilllegungen im Gemeindewald haben bereits Interessenten gefunden: Die Firma Juwi plant für alle drei zu erstellenden Anlagen anteilige Waldflächen der Gemeinde Mücke bei Ruppertenrod als Prozessschutzflächen im Rahmen der Ausgleichsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Die Flächen werden in Kürze hinsichtlich ihrer Wertigkeit (Ökopunkte) durch einen Gutachter taxiert. "So verbleiben die Ausgleichsmaßnahmen in der Gemeinde, die Gemeinde behält ihre letzten wertvollen Altholzbestände, und wir leisten einen wertvollen Beitrag zum Arten- und Naturschutz", zeigt sich der Bürgermeister zufrieden.

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