Dr. Jens Mischak (links) und Matthias Weitzel, hier mit Gabriele Szepanski (Grüne).
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Dr. Jens Mischak (links) und Matthias Weitzel, hier mit Gabriele Szepanski (Grüne).

Auch Kreis-SPD will Große Koalition ausloten

Vogelsbergkreis (rs). Auch die Kreis-SPD strebt eine große Koalition mit der CDU an. Am Montag Abend gaben sowohl die Kreistagsfraktion als auch der Unterbezirksvorstand grünes Licht für Verhandlungen mit der CDU.

Wie Fraktionsvorsitzender Matthias Weitzel gegenüber der AAZ informierte, verspricht sich die SPD von dieser Konstellation mit 41 Sitzen im 61 Sitze umfassenden Kreistag die nötige stabile Mehrheit für die anstehenden Aufgaben. Im Vorfeld habe es zur Stabilisierung der seitherigen Dreier-Koalition mit Grünen und FW auch Kontakte zur FDP und zu den Linken als mögliche vierte Kraft gegeben. Aber seitens der FDP sei eine Zusammenarbeit abgelehnt worden, bei den Linken (zwei Sitze) sei in wesentlichen Feldern wie Kreiskrankenhaus und Position des Ersten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten die Gefahr gesehen worden, dass die Koalitionsmehrheit von einer Stimme im Zweifel nicht halten würde. Weitzel geht davon aus, dass im Falle erfolgreicher Koalitionsgespräche Parteitage Ende April eine große Koalition absegnen können.

Zu dieser Konstellation weist CDU-Fraktionschef Stephan Paule ausdrücklich darauf hin, dass die CDU-Gremien beschlossen hätten, die Position des Ersten hauptamtlichen Kreisbeigeordneten für die CDU zu beanspruchen und dass Paule Dr. Jens Mischak dafür vorschlagen werde. Die CDU-Gremien hätten sich mit dieser Personalie aber noch nicht befasst.

Enttäuscht hat die FDP auf die mögliche große Koalition reagiert. »Es stellt sich die Frage, ob in dieser Konstellation ein Politikwechsel möglich ist«, sagte Kreisvorsitzender Mario Döweling. Schließlich bleibe festzuhalten, dass die bisherige Koalition aus SPD, Grünen und Freien Wählern abgewählt sei. Zudem habe man ein konstruktives Sondierungsgespräch mit CDU und FW geführt, bei dem eine gewisse Aufbruchsstimmung spürbar gewesen sei. »Schade, dass die CDU nun das Risiko scheut und nicht den Mut aufbringt, über eine solche Konstellation zu verhandeln, auch wenn die Mehrheit knapp ist«.

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