Arbeit erhalten

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Vogelsbergkreis(pm). Die Ankündigungen der STI, das Werk in Grebenhain zu schließen, und der KAMAX, Beschäftigte in dreistelliger Größenordnung entlassen zu wollen, seien alarmierend und erforderten Initiativen der Kreispolitik, erklärt die Kreistagsfraktion der Linken.

Zuerst liege es in der Verantwortung der Firmenleitungen, Konzepte vorzulegen und den Mitarbeitern Angebote für eine Weiterbeschäftigung zu machen. Gleichzeitig müsse mit Beteiligung der Unternehmen im Vogelsberg ein vor allem öffentlich finanzierter Arbeitsmarkt geschaffen werden und die Arbeit einer Beschäftigungsgesellschaft in kommunaler Verantwortung reorganisiert werden.

Es sei nicht unwahrscheinlich, dass durch die Corona-Pandemie verstärkte wirtschaftliche Probleme nun genutzt würden, um schon länger gehegte Umstrukturierungen und Personalabbau durchzuführen, vermutet die LINKE.

Bei der KAMAX besteht ein Tarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen eigentlich ausschließt. Die Unternehmensleitung wolle nun aufgrund von Sonderklauseln zum Mittel massiven Personalabbaus greifen. 720 Vogelsberger Betriebe seien in Kurzarbeit, davon betroffen sind etwa 7700 Beschäftigte.

Es bestehe nun die Gefahr, dass es bald Mitteilungen über weitere Kündigungsabsichten geben werde, besonders bei Firmen, die mit der Autobranche zusammenhängen. Vor dem Hintergrund dieser Gefahren brauche man unbedingt wieder einen öffentlichen Beschäftigungssektor und eine Qualifizierungsgesellschaft. Es gebe zudem eine Menge Beschäftigungsbedarf bei Berufen der persönlichen und sozialen Dienstleistungen, in sogenannten Care- bzw. Sorgeberufen.

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