Antrifttal muss bei Haushaltsstelle nachbessern

Antrifttal (ks). Am Ende ging der Beschluss einstimmig durch, doch zuvor machten einige Gemeindevertreter ihrem Unmut Luft, fühlt man sich doch von der Kommunalaufsicht beim Kreis bevormundet.

Antrifttal (ks). Am Ende ging der Beschluss einstimmig durch, doch zuvor machten einige Gemeindevertreter ihrem Unmut Luft, fühlt man sich doch von der Kommunalaufsicht beim Kreis bevormundet. Um jedoch einen genehmigten Haushalt zu haben und damit auch Geld ausgeben zu können, war der Beschluss unumgänglich, wie Bürgermeister Johannes Averdung in der Sitzung am Montag Abend im Dorfgemeinschaftshaus in Bernsburg deutlich machte. Dafür habe man in den Ferien zu einer Sitzung zusammenkommen müssen. Die Kommunalaufsicht hatte zum Haushaltswerk 2008 beanstandet, dass darin 800 000 Euro für den Umbau des Gemeindezentrums Ruhlkirchen eingestellt sind.

Die Kommunalaufsicht wies darauf hin, dass eine Maßnahme erst so weit durchgeplant sein muss, dass sie die Genehmigungsfähigkeit erreicht hat. Zudem müsse im Hinblick auf die ab 2009 geltende doppische Haushaltsführung eine Folgekostenberechnung für neue Projekte angestellt werden. Eine "voll durchgeplante Maßnahme" sei in der Kürze der Zeit aber nicht mehr zu erreichen gewesen, sagte Bürgermeister Averdung dazu. Die Unterlagen seien kurz nach der Haushaltsverabschiedung im April eingereicht worden. Damit der Haushalt jetzt genehmigt werden könne, müsse man diesen Punkt herausnehmen und in einem Nachtragsetat neu veranschlagen: "Um diese Umbuchung kommen wir nicht herum.

" Der Ansatz für das Gemeindezentrum werde im Haushalt auf Null gesetzt und im Nachtrag wieder aufgenommen. Bis dahin werde das Projekt auch durchgeplant sein.

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Winfried Konle, sagte, es habe in den zurückliegenden Jahren immer wieder Planungsansätze gegeben und Vorstellungen der Kirche zu Um- und Neubau, darauf habe man aufgebaut. Auch wenn man die Stelle jetzt herausnehme, so gelte nicht "aus dem Haushalt, aus dem Sinn." Es sei allerdings fraglich, ob die Aufforderung des Kreises wirklich notwendig gewesen sei. Auch im Kreise der übrigen Gemeindevertreter wurde Murren laut, die Aufsicht bestimme immer mehr mit, die Eigenverwaltung werde eingeschränkt, kritisierte unter anderem Udo Dippel. Man fühle sich vom Landratsamt "bevormundet".

Bürgermeister Averdung wies jedoch darauf hin, dass die Forderung des Kreises dem geltenden Recht entspreche. Einstimmig änderten die Gemeindevertreter dann den Haushalt dahingehend, dass der beanstandete Punkt den Bestimmungen angepasst wird.

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