Henrike Strauch, Vorsitzende des Vereins Oberhessen, bewirbt sich unter dem Motto "lasst Blumen sprechen". FOTO: PM
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Henrike Strauch, Vorsitzende des Vereins Oberhessen, bewirbt sich unter dem Motto "lasst Blumen sprechen". FOTO: PM

Anlauf zur Landesgartenschau

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Schotten(pm). Die nächste wichtige Etappe auf dem Weg zur regionalen Landesgartenschau 2027 in elf Kommunen Oberhessens ist geschafft. Unter den teilnehmenden Orten ist auch Schotten. Am Dienstag wurde die gemeinsame Bewerbung fristgerecht beim Umweltministerium des Landes Hessen in Wiesbaden eingereicht. Die Kommunen der Region Oberhessen sind Büdingen, Echzell, Gedern, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain, Nidda, Ortenberg, Ranstadt und Schotten.

Man konnte Henrike Strauch ihre Freude und Begeisterung, aber auch die Erleichterung über dieses Etappenziel ansehen. Die 1orsitzende des Vereins Oberhessen war bepackt mit den finalen Bewerbungsunterlagen für die Landesgartenschau 2027 und brachte zudem Blumengrüße der elf Kommunen nach Wiesbaden. "Diese elf Weihnachtssterne sollen gärtnerisch und ein bisschen humorvoll unsere elf "oberhessichen Sterne" und deren individuelle Schönheit repräsentieren", sagte Strauch kurz vor der Übergabe. "Wir wollten gerne ein kleines optisches Highlight neben dem üblichen Papierwerk zu den Bewerbungsunterlagen beisteuern. Pandemiebedingt war eine umfänglichere Übergabe gemeinsam mit unseren Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern leider nicht möglich. Aber es gibt ja auch das Sprichwort, lasst Blumen sprechen. Das haben wir getan", berichtete Strauch gut gelaunt.

Neben den Blumengrüßen wurden die notwendigen Bewerbungsunterlagen in schriftlicher Form abgegeben. Darunter war auch die in den vergangenen Monaten vom Planungsbüro Senner in Kooperation mit den Kommunen und Verbänden der Region angefertigte Machbarkeitsstudie, als wichtigster Bestandteil. Ergänzend wurde der für die Bewerbung eigens produzierte Film über die Region Oberhessen auf einem USB-Stick beigelegt. Die interkommunale Bewerbung trifft den Zeitgeist moderner Großveranstaltungen und kann eine außerordentliche Chance für die Entwicklung des ländlichen Raumes und auch kleinerer Kommunen im gemeinsamen Verbund darstellen. Nach einer ersten Sichtung der Bewerbungsunterlagen wird das Umweltministerium Hessen eine Kommission entsenden, welche sich die Bewerber vor Ort ansieht. Voraussichtlich soll dies im Februar 2021 stattfinden. Über die Vergabe der Landesgartenschau 2027 entscheidet dann das hessische Kabinett im Frühsommer 2021.

"Die Bemühungen seit dem Sommer 2020 haben gezeigt, dass unsere Bevölkerung stolz auf ihre Heimat ist und sich nachhaltig für den Erhalt und die Weiterentwicklung Ihres Lebensraumes einsetzen möchte. Vermutlich hat die Pandemie dieses Bewusstsein noch gefestigt. Wir haben einfach ein außergewöhnliches Glück in dieser Region leben und arbeiten zu dürfen. Das macht mich stolz und spendet Mut in dieser ungewöhnlichen Zeit", beschreibt Strauch die vergangenen Monate.

Nach Abgabe der Bewerbungsunterlagen lud Henrike Strauch alle Oberhessen ein, sich selbst ein Bild von den aktuellen Ideen und Planungen zu verschaffen. "Die angesprochene Machbarkeitsstudie haben wir für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger auf unserer gemeinsamen Homepage zur Einsicht als interaktive PDF bereitgestellt. Wir laden Sie gerne ein, sich selbst ein Bild über die Ideen und Planungen für die Landesgartenschau im Jahr 2027 zu machen. Die dortigen Skizzen sind aber auch weiterhin variabel und können sich natürlich noch im Prozess der nächsten Jahre abwandeln oder ergänzt werden. An manchen Stellen durfte man hier auch etwas visionärer arbeiten. Was am Ende genutzt wird, entscheiden die kommunalen Parlamente letztendlich. Die grundsätzliche Planung und Ideensammlung finde ich persönlich gelungen und sehr spannend, da hier viele Ideen aus der Bevölkerung eingebunden wurden", meint Strauch.

Die Machbarkeitsstudie findet man unter www.ober hessen.de/lgs als digital lesbare Version. Auch weiterhin freuen sich der Verein Oberhessen und die elf Kommunen, wenn Sie Ideen und Vorschläge zur Weiterentwicklung der Region einbringen.

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