Vor dem aufmerksamen Publikum präsentiert hier Steffen Grün aus Bernsfeld einen prächtigen Bullen. FOTO: AU
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Vor dem aufmerksamen Publikum präsentiert hier Steffen Grün aus Bernsfeld einen prächtigen Bullen. FOTO: AU

Angus und Limousin gefragt

  • vonDieter Graulich
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Alsfeld(au). Gut besucht war am Wochenende der Fleischrindertag in der Hessenhalle. Redner Paul Wagner vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) dankte den Züchtern für ihr Engagement: "Hinter jedem Tier steht 365 Tage im Jahr ein Mann oder eine Frau oder eine Familie, die für ihre Schützlinge da sein müssen." Wagner verwies auf das kostenfreie Angebot des LLH für die Züchter. Kreisbauernverbandsvorsitzender Volker Lein machte den Züchtern Mut, auch in einer für die Landwirtschaft nicht leichten Zeit. Die hohe Qualität der präsentierten Tiere zeige, dass die Halter auf dem richtigen Weg seien. Weidewirtschaft mit Rindern, Schafen und Ziegen habe in Hessen Tradition.

Von Aubrac bis Wagyu

Dabei leisteten die Fleischrinderzucht und die Mutterkuhhaltung einen entscheidenden Beitrag zu einer standortangepassten Bewirtschaftung und damit zum Erhalt schützenswerter Lebensräume und Arten.

Nach den Grußworten wurde ein "Geheimnis" gelüftet: Der "Hessen-Champion 2020" bei den Fleischrindern kommt von der Rasse Galloway. Die Preisrichter kürten "Nilson" von der Zuchtgemeinschaft Noll aus Wetter zum Sieger.

Insgesamt wurde beim Fleischrindertag wieder eine breite Palette präsentiert. Rund 250 Schau- und Auktionstiere sowie Demonstrationsgruppen der Rassen Charolais, Limousin, Angus, Blonde d’Aquitaine, Fleckvieh-Fleisch, Galloway, Highland, Rotes Höhenvieh, Wels Black, Aubrac, Wagyu, Gelbvieh Fleisch, Pustertaler Schecken, Hereford und Zwergzebu wurden vorgestellt und ihre individuellen Vorzüge von den Preisrichtern hervorgehoben und kommentiert. Weit über tausend Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem angrenzenden Ausland waren gekommen und zollten den Züchtern in der Alsfelder Hessenhalle reichlich Beifall für ihre Leistungen.

Im Schlussbild wurden Tiere der Betriebe Friedrich Eick (Hattendorf), Torsten Herchenröder (Altenschlirf), Martin Marx (Büßfeld), Zuchtgemeinschaft Günther GbR (Stumpertenrod) und Kraft GbR (Ottrau) und Werner Rücklinger (Eschenrod) präsentiert, die aufgrund ihrer besonderen Platzierungen Ehrenpreise erhielten.

Gute Platzierungen gab es auch für die Betriebe Steffen Grün (Bernsfeld), Uwe Müller (Metzlos), Ulrich Pflanz (Unterwegfurth), die Kraft GbR (Ottrau) und Markus Rahn (Bobenhausen). Insgesamt waren neun Züchter mit einem Dutzend Tiere aus dem Vogelsberg vertreten. Eine recht gute Nachfrage gab es bei der Auktion. Das Preisniveau lag über dem des Vorjahres. Mit 7600 Euro erzielte ein Angusbulle den höchsten Preis, gefolgt von einem Limousin-Bullen mit 5900 Euro. Bei den Rassen Angus und Limousin konnte der Bedarf zum Teil nicht gedeckt werden.

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