Alte Bäume bleiben stehen

  • vonRedaktion
    schließen

Mücke(rs). Im Fall der zur Fällung anstehenden Linde in Ober-Ohmen ( siehe Bericht oben auf dieser Seite) geht es um einen einzelnen wertvollen Baum. Gleichzeitig bewahrt die Gemeinde Mücke über 100 wertvolle alte Laubbäume, wie im Vorjahr bei einem Waldspaziergang mit Gemeindevertretern erläutert. Darauf macht Bürgermeister Andreas Sommer aufmerksam.

Denn die Kommune werde im Gemeindewald mit sofortiger Wirkung auf die Nutzung von weit über einhundert Eichen und Buchen mit einem Alter zwischen 100 und 200 Jahren verzichten und sie damit vor der Säge retten, teilte der Bürgermeister am Montag mit. Diese Bäume werden ungestört alt und dick, können sich ungestört zu einem "Urwald von morgen" entwickeln und leisten aus Sicht von Sommer sowohl einen qualitativen als auch quantitativen Beitrag zum Arten- und Habitatschutz.

Dem stehe nun ein einzelner zu fällender Baum in Ober-Ohmen gegenüber, der anderweitigen Interessen entgegen stehe. Das sei ein Verhältnis, das durchaus erwähnenswert erscheine, schreibt Sommer. Bei der allgemeinen Kritik gegenüber der jetzt diskutierten Fällung zähle der Einsatz der Kommune für die Natur aber leider scheinbar nicht.

"Natürlich ist mir der Solitärcharakter dieser einzelnen Linde bewusst, aber gemessen an der Zahl alter Bäume, die wir in Mücke künftig bewahren, ist es eben nur ein Einzelner", stellt Sommer die Relation aus seiner Sicht klar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare