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Eine frische Version von Rotkäppchen präsentierte die Marktspielgruppe zum Auftakt des Empfangs "10 Jahre Märchenhaus". (jol)

Zehn Jahre für Märchen als "Seelennahrung"

Alsfeld (jol). Eine unterhaltsame Version von "Rotkäppchen" mit einem geschwätzigen Wolf bildete den Auftakt eines ungewöhnlichen Jubiläums: Zehn Jahre Märchenhaus in Alsfeld.

Eine kleine Erfolgsgeschichte ist das Alsfelder Märchenhaus und sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit der Kommune zur Märchenstraße. Am Samstag gab es einen Empfang zum zehnjährigen Bestehen des Hauses, das im Vorjahr 4886 Besucher anlockte. Bürgermeister Stephan Paule lobte viel ehrenamtliches Engagement mit Unterstützung des Bauamts für das alte Fachwerkhaus. Es ist über die Jahre zu einem schmucken Bauwerk mit Einblicken in Märchenwelt und vielen Puppenstuben gereift. Besonders engagiert beim Umwandeln eines alten Mietshauses der Stadt in das Märchenhaus war der Verkehrsverein, angetrieben von Vorsitzendem Jörg Köhler.

Dabei war das städtische Bauamt, vor allem Michael Hölscher, überaus hilfreich, die Neue Arbeit gestaltete den Umbau. Köhler fand mit Beate Rudolph-Reith und Dr. Karl Friedrich Reith Unterstützer, die aus ihrer großen Sammlung von Puppenstuben einige für das Märchenhaus zur Verfügung stellten. "Märchen sind Miniaturen der Lebenserfahrung und der Lebensängste", da gebe es eine Parallele zu Puppenstuben, wie Dr. Reith ergänzte. Märchenerzählerin Gudrun Grünberg kam mit Mann Willi zum Team des Hauses hinzu, heute sind Silvia Völker und Erika Hamacher die Märchenfeen. Für Gudrun Grünberg sind Märchen "Seelennahrung". Es werde sie noch lange geben.

Dass sie sich wandeln, zeigte die Marktspielgruppe mit einer frischen Version des Rotkäppchens. Da suchte die Mutter ihr Rotkäppchen im Publikum, später wollte der Jäger dem Wolf zeigen "was ein Blattschuss ist". So entstand eine entstaubte Version des Klassikers.

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