Wohnungslose freuen sich über die warmen Sachen

Alsfeld (ml). Über warme Kleidung konnten sich nun Wohnungslose im La Strada freuen. Seit zwölf Jahren gibt es in der Vorweihnachtszeit eine Kleiderspende des Lions Club Alsfeld Lauterbach an die Wohnungslosenhilfe.

In diesem Jahr hatten der aktuelle Präsident Peter Dörge, Fördervereins-Vorsitzender Arno Fink und Activity-Beauftragter Hans Wübbers noch ein weiteres Präsent im Gepäck.

Sie überreichten La-Strada-Leiter Andreas Wiedenhöft einen Scheck über 500 Euro für die Unterstützung der hervorragenden Arbeit, die dort geleistet werde, betonte Fink. Das Geld stamme von seinem Geburtstag. Statt Geschenken bat er um eine Spende für La Strada. Der Lions Club rundete die Summe noch auf 500 Euro auf. Ohne das La Strada würden viele Menschen die Wohnungslosen gar nicht wahrnehmen. Dort bekommen sie ein Zuhause, so Fink, der die Spendenaktion im Jahr 2000 initiierte.

Zuvor hatte man immer Weihnachtspäckchen für Bedürftige gepackt, doch dann sei man auf das La Strada aufmerksam geworden. Dort sei die Zielgruppe, für die man was tun wolle. Auch Dörge lobte die Arbeit in der Einrichtung. Daher sei man immer wieder gerne bereit, das La Strada zu unterstützen. Man hoffe, vielen Menschen eine Freude zu bereiten.

Es geht nicht nur um die Lebensgrundlage, die Wohnungslose dort erhalten. Man bemühe sich intensiv um gesellschaftliche Integration der Betroffenen. Es geht nicht nur um das "Dach über dem Kopf" und einen vollen Magen, man kümmert sich auch um die Seelen der betroffenen Menschen. Wiedenhöft dankte dem Lions Club für die Spende, die seit zwölf Jahren eine vorweihnachtliche Tradition für die Wohnsitzlosen sei. Die Nachfrage nach Plätzen ist steigend, 2011 hatte man eine Belegung von 97 Prozent. Über 20 Plätze im betreuten Wohnen sowie 14 Plätze plus Not-Betten im Übergangswohnheim verfügt das La Strada. Man muss "niemanden wegschicken", so Wiedenhöft. Ein Großteil der Kunden besteht mittlerweile aus Notfällen, der "klassische Obdachlose", der sogenannte "Clochard", ist die Ausnahme geworden. Im Aufenthaltsraum wurden die Wintersachen an die Wohnungslosen verteilt. Auf einem "Wühltisch" konnten sie sich mit Mützen, Handschuhe, Jacken, Thermohosen und mehr im Gesamtwert von 1500 Euro eindecken.

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