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Der Alsfelder Güterbahnhof: So kennen ihn viele - doch was wissen die Einwohner noch alles über ihn?

Wo Elefanten verladen wurden

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Alsfeld (pm). Bahnhöfe sind magische Orte - nicht nur, weil sie so viele Menschen kommen und gehen sehen, Abschied und Wiedersehen in einer Sekunde vereinen können, sondern weil sie Anschluss an die weite Welt und ihre Waren bieten.

Ein solch magischer Ort mit eigenem Herzschlag muss der Alsfelder Güterbahnhof gewesen sein, bevor er stillgelegt wurde, als Lager diente, leer stand und nun als Veranstaltungslocation zu neuen Ehren gekommen ist.

Frank Galfe, Besitzer des Güterbahnhofs und Umbauer desselben, stieß bei jüngsten Renovierungsarbeiten auf so viele verschiedene Mauerwerke, Baustoffe und wundersame Ecken, dass seine Neugierde geweckt wurde. »Ich möchte dem alten Gemäuer gerne ein paar Geheimnisse entlocken und ihm selbst ein paar Erinnerungen zurückgeben«, so Galfe, der schon nach ersten Anfragen Bilder von verladenen Elefanten und Erzählungen von Obst- und Gemüselieferungen bekommen hat. »Ich bin sicher, da gibt es noch viel mehr Geschichten und Bilder, besonders wenn man davon ausgeht, dass der Güterbahnhof mit seiner Eröffnung im Jahr 1870 zunächst auch der Hauptbahnhof war, an dem auch Menschen an- und abgereist sind.«

Diesen Bildern und Geschichten möchte Galfe auf die Spur kommen und bittet alle Menschen, die genau das haben, sich bei ihm zu melden, und zwar telefonisch (0 66 31-80 16 45) oder per E-Mail (info@gueterbahnhof-alsfeld.de). »Wer etwas zu erzählen hat, aber nicht schreiben will, kann uns Audios schicken oder wir kommen und zeichnen auf oder schreiben mit«, bietet Frank Galfe an, der hofft, dass sich auch viele ältere Alsfelder angesprochen fühlen, deren Erinnerung möglichst weit zurückreicht. »Was daraus entsteht, weiß ich noch nicht - vielleicht ein Coffee Table Book mit alten Fotos und kleinen Anekdoten.«

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