Wissen über richtige Ernährungsweise fördern

Alsfeld (rs). Diätassistent, Lebensmittelchemiker, Qualitätsmanager - die Schüler der Max-Eyth-Schule (MES) haben die Wahl unter vielen Tätigkeitsfeldern, wenn sie am Gymnasium die Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft abgeschlossen haben.

Alsfeld (rs). Diätassistent, Lebensmittelchemiker, Qualitätsmanager - die Schüler der Max-Eyth-Schule (MES) haben die Wahl unter vielen Tätigkeitsfeldern, wenn sie am beruflichen Gymnasium die Fachrichtung Ernährung und Hauswirtschaft abgeschlossen haben. Denn das Thema Ernährung hat nach Einschätzung von Abteilungsleiterin Charlotte Falk eine zunehmende Bedeutung in einer Gesellschaft, in der das Wissen um richtige Ernährung schwindet und bereits Kinder in vielen Fällen übergewichtig sind. Am Montag informierten vier Referenten in der Aula der benachbarten Technikerschule die rund 60 Schüler aus den drei Jahrgangsstufen über ihre Tätigkeiten beziehungsweise den Werdegang.

Im Anschluss standen die Referenten den Schülern noch für Fragen zur Verfügung und konnte man sich an Infoständen austauschen. Dr. Marco Fraatz vom Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmittelbiotechnologie der Universität Gießen informierte darüber, dass in Lebensmitteln nicht nur negative chemische Stoffe sind, sondern auch gute Bestandteile wie Farb-, Geschmacks- und Aromastoffe, die das Essen ansprechender machen. Aufgabe eines Lebensmittelschemikers sei es beispielsweise, Produkte auf Täuschung zu überprüfen, etwa der Wässerung bei Getränken.

Bei diesem Verfahren werden teurere Rohstoffe durch billigere ersetzt. Des weiteren seien Lebensmittelchemiker als Beamte in der Überwachung von Produkten tätig.

Doch könnten Lebensmittelchemiker auch in der Industrie arbeiten. Dabei überprüfe man nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kosmetik, Tabak oder Spielzeug. Kern sei die Chemie, sagte Dr. Fraatz.

Die Ausbildung läuft über ein Studium mit sechs Semestern, wem das zu lange dauert, der kann den Master of Science machen, diese Studienform dauert nur vier Semester. Neben dem Studium muss man auch viele Praktika durchlaufen.

Über das Berufsbild einer Diätassistentin informierte Silvia Laufersweiler, Diätberaterin im Schwalm-Eder-Kreis. Die Ausbildung zur Diätassistentin dauert drei Jahre, es gibt in diesen drei Jahren keine Ausbildungsvergütung. Die Ausbildung besteht aus Praxis und Unterricht, wobei man in der Praxis beispielsweise in der Küche eines Krankenhauses gesund kocht und im Unterricht die Theorie behandelt. Für diesen Beruf sind besonders die Fächer Chemie, Physik und Biologie wichtig.

Silvia Laufersweiler arbeitete nach ihre Ausbildung als Ernährungsberaterin für die AOK. Heute ist sie freiberuflich für diese Krankenkasse tätig. Die Ernährungsberaterin arbeitet mit dem Nachwuchs im Kindergarten, aber auch mit Erwachsenen aus Firmen und erstellt Ernährungspläne.

Sie arbeitet in ganz Deutschland für viele Firmen und trainiert deren Mitarbeiter in Sachen gesunder Ernährung. Zu Hause hat sie eigene Räume für Beratung sowie Seminare und betreut Menschen mit Diabetes und Gewichtsproblemen. Dies macht sie in Einzelgesprächen, die von der Krankenkasse bezahlt werden. Das Problem sei, sagte Laufersweiler, dass man kein konstantes Einkommen hat, aber dafür die Arbeitszeit selbst einteilen kann.

Katharina Guth, Studentin der Öcotrophologie (Berufe im Bereich Ernährung und Ernährungswirtschaft) an der Fachhochschule Fulda, legte den Schülern nahe, sich auf die Fächer Physik, Chemie, Biologie und eine Fremdsprache zu konzentrieren, denn das sei in den sechs Semestern eines Bachelor-Studienganges hilfreich.

Nach einem Öcotrophologiestudium könne man in viele Berufe wechseln, zum Beispiel in die Marktforschung oder ins Marketing. Jasmin Rhein hat im Jahr 2001 an der Alsfelder May-Eyth-Schule das Abitur gemacht und informierte die Schüler als Angestellte im Qualitätsmanagement bei der Firma PhytoLab (unabhängiges Prüflabor für pflanzliche Produkte bei Würzburg) über die Bereiche Lebensmittel- und Pharmaindustrie.

Nach dem Abitur hatte sie eine Ausbildung zur chemisch-technischen Assistentin gemacht und würde jedem, der in diese Branche will, empfehlen, dass er die Ausbildung dem Studium vollziehen sollte.

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